Dichter Rauch stieg am Morgen des 3. Juni über St. Petersburg auf, als die ersten Delegierten zum renommierten St. Petersburg International Economic Forum eintrafen. In der Nacht zuvor hatte das ukrainische Militär das bedeutende Öllager im Hafen der russischen Metropole attackiert.
Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Angriff auf das Öllager im Gebiet Leningrad und erklärte, dass dabei gezielt wichtige Einrichtungen auf russischem Boden getroffen wurden – darunter auch das St. Petersburg Oil Terminal, das etwa 1.100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt.
Wie der Kyiv Independent berichtet, waren an dem Einsatz ukrainische Spezialeinheiten und der Geheimdienst SBU beteiligt. Der Zeitpunkt der Attacke fiel genau mit dem Beginn des Wirtschaftsforums zusammen, das von Präsident Wladimir Putin eröffnet wurde.
Augenzeugen in St. Petersburg meldeten zahlreiche Explosionen und Brände im Hafengebiet. Fotos und Videos zeigten schwarze Rauchwolken über dem Öllager, das zu den wichtigsten Umschlagplätzen für russische Treibstoffe zählt. Die Behörden gaben an, dass 50 Drohnen über der Region abgeschossen wurden. Am Flughafen Pulkowo kam es zu massiven Verspätungen und Umleitungen von insgesamt fast 40 Flügen.
Auch weitere Ziele wurden laut ukrainischem Generalstab getroffen: Neben dem militärisch genutzten Hafen Kronstadt, westlich von St. Petersburg, wurde ein Rüstungsbetrieb im Gebiet Tambow von Drohnen attackiert. Dort brach ein Brand aus.