Das russische Außenministerium hat ausländische Staatsbürger und Mitarbeiter diplomatischer Vertretungen in Kiew dazu aufgefordert, die ukrainische Hauptstadt so bald wie möglich zu verlassen.
Hintergrund ist die Ankündigung neuer Angriffe auf sogenannte Entscheidungszentren und Kommandoposten.
In einer offiziellen Mitteilung warnte das Ministerium: „Wir warnen ausländische Bürger, einschließlich des Personals diplomatischer Missionen und internationaler Organisationen, die Stadt so bald wie möglich zu verlassen.“
Wie das ZDF berichtet, erfolgte dieser Aufruf nach mehreren russischen Angriffen auf Kiew am Wochenende.
Nach Angaben aus Moskau seien die geplanten Angriffe eine Reaktion auf ukrainischen Beschuss in der von Russland kontrollierten Stadt Starobilsk. Dort wurden laut Besatzungsbehörden mehr als 20 Zivilisten getötet.
Die ukrainische Seite wiederum erklärte, Ziel sei eine Militärbasis gewesen.
Bei den jüngsten Angriffen setzte Russland auch die Hyperschallrakete Oreschnik ein, die nach russischen Angaben mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann.
Durch die Luftangriffe wurden unter anderem das ARD-Studio und das Büro der Deutschen Welle in Kiew massiv beschädigt, verletzt wurde jedoch niemand.
Seit mehr als vier Jahren führt Russland Luftangriffe auf die Ukraine durch. Die Verhandlungen zur Beendigung der Kämpfe liegen weiterhin auf Eis, während beide Seiten immer wieder militärische Aktionen auf gegnerischem Gebiet durchführen.