"Lasst alles brennen mit blauen Flammen!", schrieb der Vizechef des russischen nationalen Sicherheitsrates bei Telegram mit Blick auf die Explosionen, Brände und Zerstörungen in Kiew.
"Wir müssen zuschlagen – wie heute und sogar noch stärker", so Medwedew. Ruinen und Asche in der Hauptstadt könnten den Feind entmutigen. Zugleich meinte Medwedew, dass die Ukraine die Bilder der Verwüstung nutzen könne, um bei den westlichen Verbündeten mehr Waffen und Geld zu erbitten für den Krieg.
Der Horror-Angriff gilt vor allem als Antwort auf einen ukrainischen Angriff auf eine Berufsschule am Freitag in dem von Russland besetzten ukrainischen Gebiet Luhansk. Dabei starben 21 junge Menschen, Dutzende wurden verletzt.
In einer ersten Reaktion auf die Angriffe reagierte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schockiert: "Putin kann nicht einmal mehr das Wort 'Hurra' deutlich aussprechen – er lallt und murmelt –, und doch zerstört er weiterhin Wohnhäuser mit seinen Raketen. Die sind wirklich völlig durchgedreht."
Auch die EU kritisierte das Vorgehen Russlands scharf: Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warf Russland "nukleares Säbelrasseln" vor und verurteilte den russischen Einsatz der Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik als politische Einschüchterungstaktik. "Russland ist auf dem Schlachtfeld in einer Sackgasse gelandet, weshalb es die Ukraine mit gezielten Angriffen auf Stadtzentren terrorisiert", schrieb sie auf der Plattform X.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilte auf X mit, dass Russland seine Missachtung für Menschenleben und Friedensverhandlungen zeige. "Terror gegen Zivilisten ist nicht Stärke. Es ist Verzweiflung."
Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verurteilte den Abschuss von Oreschnik-Raketen. Das zeige die "Sackgasse", in der sich Moskau mit seinem "Angriffskrieg" befinde, schrieb er auf X.