Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat bei einer abgeschossenen russischen Shahed-Drohne einen beunruhigenden Fund gemacht: Die aufmontierte Rakete weist stark erhöhte Strahlungswerte auf.
Bei einer radiologischen Untersuchung der Trümmer wurde eine Gammastrahlung von 12 Mikrosievert pro Stunde gemessen. Das ist rund 50 Mal höher als die natürliche Hintergrundstrahlung.
Wie NTV berichtet, wurde die Drohne im April auf die ukrainische Region Tschernihiw abgefeuert. Der Sprengkopf der Rakete enthielt demnach abgereichertes Uran und wurde zu einer Lagerstätte für radioaktive Abfälle gebracht.
Serhii "Flash" Beskrestnow, ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, erklärt: "Es handelt sich um eine sehr alte sowjetische Rakete, und im Sprengkopf dieser Rakete werden spezielle Stäbe aus abgereichertem Uran verwendet. Sie sind sehr gefährlich."
Laut dem Experten werden mittlerweile jede Woche solche radioaktiven Raketen in der Ukraine entdeckt. Die Bevölkerung wurde dringend aufgefordert, sich Trümmerteilen nicht zu nähern.
Abgereichertes Uran ist ein Abfallprodukt der Urananreicherung für Atomkraftwerke. Das Schwermetall erhöht die Durchschlagskraft von Geschossen und ist chemisch hochgiftig.