Regierungskrise in Lettland

Wegen Ukraine-Drohnen: Regierungschefin tritt zurück

Nach mehreren Drohnen-Zwischenfällen ist Lettlands Regierung zerbrochen. Ministerpräsidentin Evika Silina erklärte am Donnerstag ihren Rücktritt.
Newsdesk Heute
15.05.2026, 07:10
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Nach Turbulenzen um abgestürzte ukrainische Drohnen ist Lettlands Regierung zerbrochen. Ministerpräsidentin Evika Silina kündigte am Donnerstag ihren Rücktritt an, nachdem ihre Koalition die Mehrheit im Parlament verloren hatte.

Silina gab ihren Schritt bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Riga bekannt. Vorausgegangen war der Austritt der linksgerichteten Progressiven aus der Regierungskoalition.

Die Partei zog sich aus Protest gegen die Entlassung von Verteidigungsminister Andris Spruds zurück. Dadurch verlor die Regierung ihre Mehrheit im Parlament.

Silina hatte Spruds zuvor zum Rücktritt aufgefordert. Sie warf ihm vor, den lettischen Luftraum nicht ausreichend vor dem Eindringen ausländischer Drohnen geschützt zu haben.

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Ukraine-Drohnen abgestürzt

Hintergrund sind mehrere Vorfälle mit ukrainischen Drohnen in den vergangenen Monaten. Am 7. Mai hatten zwei Drohnen die russisch-lettische Grenze überquert und waren auf lettischem Staatsgebiet abgestürzt.

Laut Berichten könnte die russische Luftabwehr ihre Steuerung gestört haben. Eine der Drohnen schlug bei einem Öllager in Rezekne im Osten Lettlands ein. Dort brach ein Brand aus.

Bereits am 25. März war eine weitere ukrainische Drohne in Lettland abgestürzt. Auch in den Nachbarstaaten Estland und Litauen gingen ukrainische Drohnen nieder. Zuvor hatte die Ukraine einen russischen Hafen nahe St. Petersburg angegriffen.

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