Die Ukraine und Ungarn haben einen historischen Durchbruch in einem langjährigen Konflikt erzielt.
Beide Länder einigten sich auf eine Lösung im Streit über die Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine.
In der Ukraine lebt eine ungarische Minderheit von Zehntausenden Menschen, vorwiegend in einer Region im Westen des Landes, in Transkarpatien. Der Umgang mit dieser Bevölkerungsgruppe war lange Zeit ein Streitthema zwischen beiden Staaten.
Wie NTV berichtet, stehen die Zeichen nun auf Versöhnung. Der neue ungarische Regierungschef Peter Magyar hatte die Rechte der ungarischen Minderheit zu einer Priorität seiner Außenpolitik gemacht.
Die Einigung markiert eine deutliche Wende in den Beziehungen zwischen Kiew und Budapest. Unter der Vorgängerregierung von Viktor Orban war das Verhältnis zwischen beiden Ländern stark belastet.
Magyar hatte bei seiner Amtsübernahme eine neue Ausrichtung der ungarischen Außenpolitik angekündigt und die Ukraine als Opfer des russischen Angriffs bezeichnet. Die Einigung über die Minderheitenrechte ist nun ein konkreter Schritt dieser Politik.