Ein massiver Drohnenangriff der ukrainischen Armee traf ein wichtiges Halbleiterwerk in der russischen Stadt Woronesch. Videos zeigen dicke Rauchschwaden über dem Gelände.
Das Werk der Firma VZPP-S gehört laut ukrainischem Nachrichtendienst zu den wichtigsten Halbleiterlieferanten des russischen Militärs.
Wie heise.de berichtet, wurden in dem Werk Bauteile für den Marschflugkörper Kh-101 und das Waffensystem Iskander-K hergestellt. Beide wurden auch für Angriffe auf die Ukraine eingesetzt.
VZPP-S stellte laut eigenen Angaben unter anderem Logikgatter, Transistoren und Dioden her. Die Halbleiter wurden in Strukturbreiten bis 180 Nanometer gefertigt.
Der ukrainische Nachrichtendienst dokumentiert genau, welche Bauteile wo produziert werden. So soll VZPP-S auch Teile für das Luftabwehrsystem Panzir-S1 geliefert haben.
Russland stellt selbst keine Lithografiesysteme für die Halbleiterfertigung her und ist auf Grauimporte angewiesen. Sanktionen erschweren die Beschaffung neuer Geräte.
Spezifische Halbleiterteile lassen sich nicht kurzfristig ersetzen, da sie zertifiziert sein müssen. Die Ukraine ist daher zuversichtlich, dass Russland künftig weniger Marschflugkörper bauen kann.