Nach zwei Vorfällen mit Kindern im Donaupark in Wien-Donaustadt hat die Polizei nun reagiert. Im Bereich der Parkanlage wurde der Streifendienst verstärkt, zudem wurden weitere Ermittlungsmaßnahmen eingeleitet.
Der jüngste Vorfall ereignete sich vergangenen Freitag gegen 12.45 Uhr nahe der Papstwiese. Eine Neunjährige war dort mit einer Hortgruppe unterwegs, als sie von einem unbekannten Mann angesprochen worden sein soll.
Der Mann soll das Mädchen von der Gruppe weggelockt, anschließend am Nacken gepackt und festgehalten haben. Als ein Zeuge auf die Situation aufmerksam wurde, ließ der Verdächtige von dem Kind ab und entfernte sich. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief ohne Erfolg. Die Neunjährige beschreibt den Mann als älteren Herren, schlank und recht groß (180 bis 190 Zentimeter) mit braunen kurzen Haaren.
Bereits am 2. April war es im Donaupark zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Gegen 15.45 Uhr spielte ein fünfjähriges Mädchen im Bereich des Kinderspielplatzes mit einer Kindergruppe Verstecken.
Nach eigenen Angaben wurde das Kind von einem unbekannten Mann angesprochen und aufgefordert, mitzukommen. Das Mädchen reagierte richtig und verständigte sofort seine Betreuungspersonen. Auch in diesem Fall verlief die Fahndung nach dem Verdächtigen ohne Erfolg.
Auf "Heute"-Nachfrage heißt es seitens der Landespolizeidirektion Wien: "Das zuständige Stadtpolizeikommando hat bereits reagiert und den Streifendienst verstärkt. Das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Nord, wurde ebenfalls eingeschalten. Weiters hat die zuständige Grätzelpolizei die naheliegenden Schulen und andere pädagogische Einrichtungen sowie die Gastronomiebetriebe vor Ort im Donaupark sensibilisiert."