Nach der schweren Gasexplosion auf einem Firmenareal in Leoben (Steiermark) haben Brandermittler des Landeskriminalamtes nun die Ursache rekonstruiert. Demnach dürfte eine undichte Gasflasche in einem Lagercontainer zur Bildung eines explosionsfähigen Gemisches geführt haben.
Wie aus den Ermittlungen hervorgeht, kam es in dem Container zu einem unkontrollierten Austritt von Flüssiggas. Auslöser dürfte eine undichte Überwurfmutter an einem Gasdruckregler gewesen sein – gleichzeitig soll das Ventil der Gasflasche geöffnet gewesen sein.
Eine bislang noch nicht vollständig geklärte externe Zündquelle dürfte das entstandene Gas-Luftgemisch schließlich entzündet haben. Die Explosion richtete massive Schäden an.
Zwei Mitarbeiter wurden durch die Detonation lebensgefährlich verletzt. Sie werden derzeit im AKH Wien sowie im LKH Graz medizinisch versorgt. Drei weitere Arbeiter erlitten schwere Verletzungen, ein Kollege kam mit leichten Verletzungen davon.
Nach aktuellem Stand schließen die Ermittler sowohl einen technischen Defekt als auch Vorsatz aus. Die Kriminalisten gehen derzeit von einer fahrlässigen Handlung aus.
Neben dem Lagercontainer wurden durch herumfliegende Trümmerteile auch mehrere Firmenfahrzeuge beschädigt.