Großer Ärger in der Weissenkircherstraße in Graz-Eggenberg: Bewohner berichten von einer regelrechten Strafzettel-Welle. Während Autos dort jahrelang ohne Probleme abgestellt wurden, kassieren Parksünder seit einigen Wochen fast täglich Organstrafen.
Besonders für Verwirrung sorgte ein Fall, bei dem sogar ein Van innerhalb der weißen Bodenmarkierungen abgestraft wurde. Der Grund war laut Behörden schnell gefunden: Das Fahrzeug ragte mit dem Heck rund 20 Zentimeter über die Markierung hinaus.
"Da hätte man freilich auch ein Auge zudrücken können", ärgern sich Anrainer in der "Kleinen Zeitung". Noch weniger Verständnis haben viele dafür, dass auch jene bestraft wurden, die parallel zum Gehsteig parkten – obwohl es dort kein sichtbares Halte- oder Parkverbot gibt.
Für das Straßenamt ist die Sache dennoch klar. Amtsleiter Thomas Fischer erklärt in der "Kleinen Zeitung": "Und dennoch gilt dort ein Parkverbot, weil die Straße nicht breit genug ist, dass neben den geparkten Autos zwei Fahrbahnen für den Gegenverkehr frei bleiben."
Die Strafe für Falschparker beträgt 25 Euro. Laut Fischer betrifft das Problem viele enge Straßen in Graz. Parkflächen dürften nur dort markiert werden, wo trotz parkender Autos genug Platz für den Verkehr bleibe.
Die Bewohner wünschen sich jetzt klare Schilder statt ständiger Strafen. "Wir wissen es jetzt ja, aber andere gehen wieder in die Falle", kritisieren die Anrainer die aktuelle Situation.