Lärm und Drogen

"Unerträglich" – Problem-Park soll nachts zusperren

Lärm bis in die frühen Morgenstunden, Alkohol, Drogen und gefährliche Hinterlassenschaften: Rund um einen Park in Linz liegen die Nerven blank.
Lea Strauch
15.09.2026, 03:00
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Seit Monaten gehen bei der Stadt Beschwerden über die Zustände im GWG-Park nahe dem Südbahnhofmarkt ein. Anrainer berichteten von nächtlichem Geschrei, Konflikten und immer wieder nötigen Polizeieinsätzen. Trotz verstärkter Kontrollen durch den Ordnungsdienst habe sich die Situation aus ihrer Sicht nicht nachhaltig verbessert.

Viele Anrainer hätten im Sommer wegen des Lärms nicht einmal mehr nachts ihre Fenster öffnen können, berichtet Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) von Gesprächen mit Betroffenen. Im Gespräch mit "Heute" erklärt der Politiker, er habe sich inzwischen schon selbst oft ein Bild vor Ort gemacht: "Wie sich die Leute aufführen, ist unerträglich", sagt er.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Grenze ist seit Langem überschritten"

Viele würden den Park mittlerweile meiden: "Dort geht kein Mensch mehr durch." Besonders große Sorgen bereitet Hajart der Kinderspielplatz. Werden dort gebrauchte Spritzen gefunden, sei das für spielende Kinder gefährlich. Der Politiker schlägt deshalb vor, den Spielplatz vorübergehend zu sperren, bis die Situation unter Kontrolle ist.

Jetzt Leserreporter werden.

Für jedes Foto in "Heute" oder jedes Video auf "Heute.at" gibt es 50 Euro.So geht's

"Eine Grenze ist seit Langem überschritten", erklärt Hajart. Seine Partei bringt deshalb einen Antrag im Gemeinderat ein: In einem Pilotprojekt soll der gesamte GWG-Park während der Nacht zugesperrt werden. Tagsüber soll er weiterhin für Kinder, Familien und Erholungssuchende geöffnet bleiben.

Adressat der Forderung ist Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ), in dessen Zuständigkeit der Ordnungsdienst fällt. Laut Antrag soll er gemeinsam mit der für Parks zuständigen Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne) ein Sicherheitskonzept erarbeiten und möglichst rasch umsetzen. Auch die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für eine Nachtsperre sollen geprüft werden.

Raml setzt auf Kontrollen

"Auch mir wurden Probleme im GWG-Park geschildert und ich bin im Kontakt mit Anrainern", erklärt Raml auf Anfrage. Für ihn sei klar: "Unsere Spielplätze müssen Kindern zur Verfügung stehen und nicht Suchtkranken." Deshalb setze er auf ein konsequentes Einschreiten der Einsatz- und Sozialorganisationen. Das Alkoholverbot auf Spielplätzen werde vom Ordnungsdienst "konsequent kontrolliert und durchgesetzt".

Für Drogenkriminalität und nächtliche Ruhestörungen sei hingegen die Polizei zuständig. "Der Ordnungsdienst, die Polizei und die Sozialarbeit müssen hier gemeinsam dafür sorgen, dass Ruhe und Ordnung gewährleistet werden", so Raml. Der Sicherheitsstadtrat will sich zudem bei einem Lokalaugenschein gemeinsam mit dem Ordnungsdienst und einem Anrainer selbst ein Bild von der Lage machen.

Lstr,15.09.2026, 03:00