"Unfassbarer Verlust" – Schicksalsschlag für SPÖ-Kaiser

SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser verlor im Sommer seinen Stiefsohn.
SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser verlor im Sommer seinen Stiefsohn.Florian Schroetter / EXPA / picturedesk.com
Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) spricht erstmals offen über einen sehr persönlichen Verlust in seiner Familie, der ihn im Sommer traf.

Peter Kaiser, seit 2013 Landeshauptmann von Kärnten und stellvertretender Parteivorsitzender der Bundes-SPÖ, wird immer wieder gerne als möglicher künftiger Bundes-Parteichef gehandelt. Mit dem Partei-internen Streit zwischen SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner und dem burgenländischen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil wird diese Frage nun wieder laut: Der Chef-Sessel, ein Ziel für Kaiser, der als sachlicher Vermittler und besonnener Lenker gilt?

"Das ist ein für mich immer noch unfassbarer Verlust"

Der 62-Jährige beantwortete nicht nur diese Frage im "Falter", sondern machte auch einen schweren Schicksalsschlag öffentlich: Er wolle 2023 nach zehn Jahren im Amt noch einmal als Kärntner Landeshauptmann zur Wahl antreten, sofern er und seine Familie gesund seien. "Ich habe in diesem Sommer, kurz vor dem SPÖ-Parteitag, meinen Stiefsohn verloren. Das ist ein für mich immer noch unfassbarer Verlust, der einen lehrt, wie schnell sich alles im Leben ändern kann", so Kaiser.

"Mein Herz ist und bleibt in Kärnten"

Damit sei laut dem Landeshauptmann auch gleich die Frage nach dem SPÖ-Chef-Sessel beantwortet: "Nein, mein Herz ist und bleibt in Kärnten." Dort trat Kaiser auch jüngst einmal mehr als neutraler Vermittler an. Fast wie ein Staatsgeheimnis wurde vor rund zwei Wochen ein Termin in Kärnten gehütet: Da nämlich traf man sich in einem Hotel in Wolfsberg, zum "Friedensgespräch" zwischen Rendi-Wagner und Doskozil. Ergebnis: "Die öffentliche Diskussion reicht jetzt einmal", so Doskozil.

"Jeder und jede trägt auf seiner oder ihrer Ebene Verantwortung"

"Wir haben uns darauf verstanden, einen internen Diskussionsprozess zu starten", richtete SPÖ-Chefin Rendi-Wagner später an der Seite Kaisers nach dem Kärntner "Friedensgipfel" aus. "Jeder und jede trägt auf seiner oder ihrer Ebene Verantwortung, einen Beitrag für mehr Vertrauen in der Bevölkerung zu leisten." Dass sie weiter SPÖ-Chefin bleiben werde, davon dürfe man ausgehen, so Rendi-Wagner.

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