Platz 15 in der Tabelle, das Europa-League-Finale gegen den Liga-Konkurrenten Tottenham verloren, kein internationaler Startplatz – Krisen-Klub Manchester United blickt auf eine Saison zum Vergessen zurück. Das hatte auch Star-Trainer Amorim nicht ändern können. Erst im November 2024 von Sporting Lissabon zu en "Red Devils" gewechselt, vermochte es der Portugiese nicht, das Ruder herumzureißen – 42 Spiele 17 Siege und ebensoviele Niederlagen stellen eine ernüchternde Bilanz für den englischen Kult-Klub dar.
Da kommt eine Ansage des 40-Jährigen nun überraschend. Denn der Trainer hat vor, lange im Norden Englands zu bleiben, ganz lange. "Ich habe fünf Jahre gebraucht, um diesen Klub auszuwählen. Ich will nicht scheitern. Ich will 20 Jahre hier sein", ließ der Star-Trainer in der "BBC" aufhorchen.
Sporting Lissabon, wo Amorim große Erfolge feierte, zu verlassen, sei trotz der letzten Monate die richtige Entscheidung gewesen. "Es gab definitiv schwierige Momente. Aber schaut euch in Europa um – welcher andere große Klub hat so viele Spiele verloren und seinen Trainer gehalten? Du wirst keinen finden. Das zeigt mehr Unterstützung, als es Worte tun könnten", meinte der Portugiese.
Dabei erklärte Amorim, er sei in den letzten Monaten immer wieder mit den schlimmsten Befürchtungen in die Partien gegangen: "Vor den Spielen war es am schwersten. Ich wusste oft, dass wir zu kämpfen haben würden – das war das Frustrierende daran. Mit dem Wissen, dass wir nicht konkurrenzfähig sein würden, in die Spiele zu gehen, war ein schreckliches Gefühl."
Trotzdem kommt für den Star-Trainer ein Abkehr von seinem Weg nicht infrage. "Manchmal, wenn man verliert, ist man versucht, die Standards zu lockern, nur im die Spieler mitzunehmen. Das habe ich nicht gemacht, sie haben das gesehen", erklärte der 40-Jährige.
Um wieder auf die Erfolgsbahn zurückzufinden, stellte Amorim ein wichtiges zentrales Team in seinem Kader zusammen: Bruno Fernandes, Harry Maguire, Tom Heaton, Diogo Dalot, Lisandro Martinez und Noussair Mazraoui sollen mehr Verantwortung übernehmen, mithelfen, die "Red Devils" wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Andere Spieler sollen gehen. "Ich behandle sie nicht wie Kinder, aber es gibt Regeln, und wenn du nicht richtig trainierst, habe ich das Videomaterial als Beweis, ich zeige es dann dem gesamten Kader", erzählte der Portugiese.