Gregor Schlierenzauer holte beim Skispringen von der Normalschanze mit Bronze seine erste Olympiamedaille. Simon Amman gewann den Bewerb vor Adam Malysz.
Gregor Schlierenzauer rettete heute die Ehre der Österreicher. Die Normalschanze in Whistler scheint unseren ÖSV-Adlern nicht besonders zu liegen. Nach dem ersten Durchgang war keiner der vier Österreicher unter den besten Drei. Doch Schlierenzauer zauberte im zweiten Versuch einen 106-Meter-Satz hervor, der ihn von Platz sieben auf Rang drei katapultierte. "Einfach nur geil", freute sich der Tiroler über sein erstes olympisches Edelmetall.
Der nach dem ersten Durchgang noch viertplatzierte Thomas Morgenstern fiel im Finale auf Platz acht zurück. "Mich hat es in der Luft verdreht", begründete der Kärntner seinen misslungenen zweiten Sprung. Wolfgang Loitzl, amtierender Weltmeister auf der Normalschanze, kam über Platz elf nicht hinaus. Für Tourneesieger Andreas Kofler endete der Bewerb auf dem enttäuschenden 19. Rang.
Ammann einer wie Nykänen
Der Sieg ging an Simon Ammann, der 2002 in Salt Lake City bereits zwei Mal Gold holte. Der Schweizer ist somit der erst zweite Skispringer nach Matti Nykänen, der drei Einzelkonkurrenzen bei Olympischen Spielen gewinnen konnte. Adam Malysz gewann mit Silber seine bereits dritte Medaille bei Winterspielen.
Das Endergebnis des Skisprungbewerbs von der Normalschanze:
1. Simon Ammann (SUI) 276,5 Punkte (105,0m/108,0m)
2. Adam Malysz (POL) 269,5 (103,5/105,0)
3. Gregor Schlierenzauer (AUT) 268,0 (101,5/106,5)
4. Janne Ahonen (FIN) 263,0 (102,0/104,0)
5. Michael Uhrmann (GER) 262,5 (103,5/102,0)
6. Robert Kranjec (SLO) 259,5 (102,0/102,5)
7. Peter Prevc (SLO) 259,0 (100,0/104,5)
8. Thomas Morgenstern (AUT) 258,5 (102,0/101,5)
9. Anders Jacobsen (NOR) 257,0 (99,5/104,0)
10. Martin Schmitt (GER) 256,0 (99,5/103,5)
11. Wolfgang Loitzl (AUT) 255,0 (100,0/102,5)
Weiters:
19. Andreas Kofler (AUT) 241,5 (98,0/98,5)