Nach einem schweren Pyrotechnik-Unfall in Niederösterreich rückt nun auch der illegale Handel mit Feuerwerkskörpern in den Fokus der Polizei. In gleich zwei Fällen stellten Beamte rund um Silvester große Mengen an verbotener Pyrotechnik sicher – darunter auch Material der Kategorien F3 und F4.
Auslöser war ein Unfall am 18. Dezember 2025 in Reichenau an der Rax, bei dem ein 14-Jähriger durch pyrotechnische Gegenstände erhebliche Verletzungen erlitten hatte. Im Zuge der Ermittlungen führten Beamte intensive Umfelderhebungen durch. Dabei kam es auch zu einer freiwilligen Nachschau im Zimmer eines 13-jährigen Freundes des Verunglückten.
Unter dem Bett des Unmündigen fanden die Beamten pyrotechnische Gegenstände der Kategorien F3 und F4 und stellten diese sicher. Der 13-Jährige soll zuvor gemeinsam mit einer Gruppe Jugendlicher zu einem Einkaufsausflug nach Tschechien gereist sein. Dort habe er die Feuerwerkskörper ohne Wissen seiner Begleiter gekauft.
Auch in Deutsch-Wagram wurde am Silvesterabend eine größere Menge illegaler Pyrotechnik entdeckt. Eine Streife wurde gegen 20.15 Uhr im Bereich der Schulallee auf drei Jugendliche mit Rucksäcken aufmerksam. Als die Jugendlichen die Polizei sahen, versuchte einer von ihnen, einen Gegenstand in einem Mülleimer zu entsorgen.
Bei der Anhaltung gaben die Jugendlichen zunächst an, nur spazieren zu gehen. Im weiteren Verlauf räumten sie jedoch ein, pyrotechnische Gegenstände bei sich zu haben. Insgesamt stellten die Beamten bei den drei Personen 265 pyrotechnische Gegenstände sicher, darunter ebenfalls zahlreiche der Kategorien F3 und F4.
Die Jugendlichen werden nach Abschluss der Erhebungen an die zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden angezeigt.