In Rimini sorgt ein unfassbares Schnäppchen für Wirbel: Ein Doppelzimmer in einem Vier-Sterne-Hotel in exklusiver Lage wurde kurz nach Weihnachten um nur 18 Euro pro Nacht auf Booking.com angeboten – Frühstück und Mehrwertsteuer inklusive.
Was für Urlauber nach einem Traum klingt, ist für die anderen Hoteliers ein Albtraum. Denn solche "unverschämten" Dumpingpreise könnten dem Tourismus an der Adria langfristig schaden, warnen Branchenvertreter.
Mauro Santinato, selbst Hotelier und Chef der Beratungsfirma Teamwork, sieht rot: "Hier geht es nicht um Wettbewerbsfähigkeit. Hier geht es um die Zukunftsfähigkeit des Tourismus", wird er durch den "Corriere della Sera" zitiert.
In der Region ist der Preiskampf nichts Neues. Bereits in den vergangenen Jahren wurde an der Adria mit Schleuderpreisen um Gäste gebuhlt. Mit der Kampagne "Ich bin mehr wert" versuchten viele Hoteliers gegenzusteuern. Doch offenbar vergeblich.
"Wenn ein Vier-Sterne-Hotel für 18 Euro verkauft wird, wie viel sollte dann ein Drei-Sterne-Hotel kosten? 12 Euro? Und ein Zwei-Sterne-Hotel? 8 Euro?", fragt Santinato. Kritiker wie Patrizia Rinaldis, ebenfalls Hotelbetreiberin, sprechen gar von "unlauterem Wettbewerb". Nach Abzug aller Kosten bleibe nichts übrig – weder für faire Löhne noch für Renovierungen.