Eine heftige Gewitterzelle mit Hagel zog am Sonntagnachmittag gegen 16:30 Uhr über den Bezirk Amstetten und Teile des Bezirks Scheibbs hinweg und verursachte innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Feuerwehreinsätze.
Besonders betroffen war die Gemeinde Ernsthofen, wo mehrere Personen auf Gewässern durch plötzlich auftretende Sturm- und Windböen in Seenot gerieten. Die Feuerwehr rückte umgehend aus und konnte die Betroffenen sicher ans Ufer bringen. Verletzt wurde dabei niemand.
Im gesamten Bezirk Amstetten führten die starken Windböen zu zahlreichen umgestürzten Bäumen, die Straßen blockierten und von den Einsatzkräften entfernt werden mussten. Mehrere Bäume stürzten auch auf Fahrzeuge. Auf der Westautobahn (A1) wurden Autos von umfallenden Bäumen getroffen, wodurch es zu mehreren Verkehrsunfällen kam. Nach ersten Informationen wurden dabei keine Personen schwer verletzt.
Auch im Bezirk Scheibbs kam es infolge der intensiven Niederschläge zu einem Murenabgang.
In St. Valentin wurde der Bahnverkehr auf einer ÖBB-Strecke beeinträchtigt. Ein umgestürzter Baum stürzte auf die Oberleitung und löste einen Brand aus. Ein Zug musste auf freier Strecke anhalten. Die Einsatzkräfte standen gemeinsam mit den ÖBB im Einsatz, um die Gefahrenstelle abzusichern und die Störung zu beheben.
Die Bereichsalarmzentrale der Feuerwehr Amstetten verzeichnete während des Unwetters ein außergewöhnlich hohes Notrufaufkommen. Innerhalb von nur 20 Minuten mussten mehr als 50 Einsätze disponiert werden. Insgesamt gingen hunderte Notrufe bei den Disponenten ein, die die eingehenden Schadensmeldungen koordinierten und die Feuerwehren alarmierten.
"Die Gewitterzelle hat innerhalb kürzester Zeit für eine Vielzahl an Schadenslagen gesorgt. Von Menschenrettungen auf Gewässern über Verkehrsunfälle bis hin zu blockierten Verkehrswegen und Schäden an der Bahninfrastruktur waren die Feuerwehren mit unterschiedlichsten Einsatzszenarien konfrontiert. Dank des raschen und professionellen Zusammenwirkens aller Einsatzkräfte konnten die Einsätze effizient abgearbeitet werden", teilte die FF Amstetten via Facebook mit.