Ein heftiges Unwetter hat am Montagnachmittag bei Hollenburg (Bezirk Krems) eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Dutzende Bäume wurden entwurzelt oder knickten einfach um. Besonders heftig traf es ein Waldstück entlang der B37a.
Kurz vor 15 Uhr wurden die Hauptwache und die Südwache der Freiwilligen Feuerwehr Krems alarmiert. Zunächst war von einem Baum auf einem Auto die Rede. Doch schon bei der Anfahrt zeigte sich: Der Einsatz war deutlich größer als befürchtet.
Auf einer Länge von rund 500 Metern wurden etwa 100 Bäume beschädigt. Rund 20 davon landeten auf der B37a in Fahrtrichtung Krems. Auch die Fahrbahn Richtung St. Pölten war stark verschmutzt. Die Bundesstraße musste deshalb vorübergehend in beide Richtungen gesperrt werden.
Die Einsatzkräfte räumten gemeinsam mit dem Straßendienst die Fahrbahn frei. Motorsägen und sogar ein Schneepflug kamen zum Einsatz. Die Insassen des betroffenen Pkw hatten großes Glück: Sie blieben unverletzt. Die Windschutzscheibe des Autos wurde allerdings schwer beschädigt.
Die Feuerwehr Krems stand mit mehreren Fahrzeugen rund zweieinhalb Stunden im Einsatz. Die B37a bleibt in Fahrtrichtung Krems zumindest bis heute Dienstag, 23. Juni, gesperrt.
Auch in Ebreichsdorf (Baden) wütete das Sommergewitter. In der Hans-Hofer-Gasse beziehungsweise in der Parkallee brach durch starke Sturmböen ein großer Ast ab und blockierte teilweise die Fahrbahn. Die Feuerwehr Ebreichsdorf rückte mit Kettensägen und Drehleiter an. Nach kurzer Zeit war die Straße wieder frei – verletzt wurde auch hier niemand.
Doch nicht nur Straßen waren betroffen. Auch auf der Rax machte das Unwetter Probleme. Nach einer betrieblichen Störung durch Unwetter und Blitzschlag in der Nacht war die Rax-Seilbahn am Dienstag vorerst nicht in Betrieb. Der Betrieb sollte voraussichtlich bis Mittag ausfallen.
Auch weiterhin warnen die Feuerwehren: Bei Gewittern und Sturm können Äste oder lose Gegenstände jederzeit herabstürzen – auch dann, wenn der stärkste Regen schon vorbei ist.