Golf-Superstar Tiger Woods ist nur wenige Stunden nach seiner Festnahme in den USA wegen des Verdachts auf Drogen am Steuer gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Das berichtete eine Sprecherin des Sheriff-Büros im Martin County.
Zuvor war der 50-Jährige nach einem Verkehrsunfall von der Polizei festgenommen worden. Ein Alkoholtest verlief negativ, einen geforderten Urintest verweigerte Woods jedoch. Die Ermittler gehen deshalb davon aus, dass er unter dem Einfluss von Medikamenten oder anderen Substanzen gestanden haben könnte. Beim Unfall selbst blieb der US-Amerikaner unverletzt, die Höhe der Kaution wurde zunächst nicht bekannt.
Woods musste mehrere Stunden in Gewahrsam bleiben, bevor er gegen Kaution entlassen wurde. Laut Polizei habe er am Unfallort einen apathischen Eindruck gemacht. "Wir glauben, dass das auf die Substanz zurückzuführen war, unter deren Einfluss er stand", erklärte ein Sprecher. Dem Golfstar werden Fahruntüchtigkeit sowie die Verweigerung eines Tests vorgeworfen.
Nach Angaben der Behörden soll Woods mit seinem Geländewagen versucht haben, ein anderes Fahrzeug zu überholen, das gleichzeitig abbiegen wollte. Dabei streifte er einen Anhänger, sein Wagen kippte um und rutschte über die Fahrbahn. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.
Bereits im Februar 2021 war Woods in Los Angeles schwer verunglückt. Damals kam er von der Straße ab, überschlug sich mehrfach und zog sich komplizierte Beinbrüche zu. Er verbrachte Wochen im Krankenhaus und musste anschließend monatelang zu Hause rehabilitieren. Hinweise auf Alkohol- oder Drogeneinfluss gab es damals laut Polizei nicht. Woods erklärte später, sich an den Unfallhergang nicht erinnern zu können.