Sommerzeit ist Reisezeit! Viele Österreicher zieht es vor allem mit dem Auto an die Strände von Italien, Kroatien & Co. Während sich die Urlauber auf Tage der Erholung freuen, lauern jedoch einige Trickbetrüger auf dem Weg zum Reiseziel.
Immer wieder kommt es zu Meldungen, wonach Österreicher Kriminellen zum Opfer fallen. Die Reiseexpertin von ÖAMTC, Dagmar Redel, betont, dass es wichtig sei, die gängigsten Maschen der Betrüger zu kennen und im Ernstfall richtig zu reagieren.
In Italien – dem beliebtesten Urlaubsland der Österreicher – kommt es besonders oft zum sogenannten Spiegeltrick. Dabei erzeugen Täter durch den Wurf eines Steins einen lauten Knall am vorbeifahrenden Auto. Dann behaupten sie, dass der Lenker einen Schaden an ihrem Außenspiegel verursacht habe und fordern eine sofortige Bezahlung. Laut der Reiseexpertin solle man nicht anhalten, wenn es keine Hinweise auf eine echte Beschädigung gibt. Hält man doch an, sollte umgehend die Polizei eingeschaltet werden. Dies schrecke die Betrüger ab.
Eine andere gängige Masche ist die Pannenhilfe-Piraterie. Dabei taucht auf einer ausländischen Autobahn scheinbar zufällig und innerhalb kürzester Zeit ein Abschleppdienst auf. Dieser bietet in weiterer Folge seine Hilfe an. Nimmt man dieses Angebot an, wird das Auto oft zu einer abgelegenen Werkstatt gebracht. So fallen hohe Abschleppkosten und Reparaturkosten an. Die Expertin rät Betroffenen einer Panne, sich an die ÖAMTC Schutzbrief-Nothilfe unter +43 1 25 120 00 zu wenden.
Aber auch eine durch die Täter erzeugte Panne kann teuer werden. Bei dieser Masche manipulieren die Täter etwa einen Reifen am Auto ihrer Opfer, während diese anhalten. Kurz darauf erscheinen sie dann als Helfer und nutzen die Situation, um Wertgegenstände aus dem Auto zu stehlen. Reisende sollten ihren Wagen nach jedem Stopp überprüfen. Wenn man zum Anhalten gedrängt werde, ist es ratsam, im Auto zu bleiben, die Türen zu verriegeln und die Polizei zu rufen, so Redel.