Urteil im Rapid Hooligan-Prozess am Montag

Im Prozess um die Ausschreitungen nach einem Freundschaftsspiel zwischen dem SK Rapid und dem 1. FC Nürnberg vom 7. September 2013 ist das Beweisverfahren abgeschlossen worden. Am kommenden Montag werden im Straflandesgericht die Urteile über 19 Rapid-Fans verkündet, denen Landfriedensbruch, einigen darüber hinaus Körperverletzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt angekreidet wird.

Im Prozess um die Ausschreitungen nach einem Freundschaftsspiel zwischen dem   vom 7. September 2013 ist das Beweisverfahren abgeschlossen worden. Am kommenden Montag werden im Straflandesgericht die Urteile über 19 Rapid-Fans verkündet, denen Landfriedensbruch, einigen darüber hinaus Körperverletzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt angekreidet wird.

Ursprünglich hatten in der Ende Juli eröffneten Hauptverhandlung 29 Männer auf der Anklagebank Platz genommen. In zehn Fällen konnte die Schuldfrage während des laufenden Verfahrens geklärt werden: Der Schöffensenat (Vorsitz: Michaela Röggla-Weiss) fällte fünf Freisprüche, fünf Männer wurden wegen Landfriedensbruchs, einer zusätzlich wegen Körperverletzung schuldig erkannt. Die Betreffenden erhielten Bewährungsstrafen zwischen drei und fünf Monaten, die in einem Fall mit einer unbedingten Geldstrafe verbunden wurden, sowie ein halbjährliches österreichweites Stadionverbot.

Anklage auf Landfriedensbruch

Unterdessen hat Staatsanwältin Stefanie Schön gegen vier weitere Rapid-Fans Anklage erhoben, die ebenfalls an den Gewalttätigkeiten beteiligt gewesen sein sollen. Die Verdächtigen konnten nach längerer Ermittlungsdauer ausgeforscht werden, laut Anklage sollen ihnen neben Landfriedensbruch zum Teil auch Körperverletzungen und Widerstand gegen die Staatsgewalt nachzuweisen sein. Dieses Verfahren, das Richter Marc Farkas leiten wird, dürfte im kommenden November über die Bühne gehen. Konkreten Verhandlungstermin gibt es noch keinen.

Nach dem Freundschaftsspiel war es im Hanappi-Stadion laut Staatsanwaltschaft zu einer Zusammenrottung einer größeren Menschenmenge gekommen, die darauf abzielte, Polizisten und Sicherheitskräfte am Körper zu verletzen bzw. Sachbeschädigungen zu begehen. In drei Phasen, die sich über mehrere Stunden erstreckten, wurden Beamte und Ordner unter anderem mit Heurigenbänken und -tischen sowie Glasflaschen beworfen. Mindestens zehn Personen erlitten dabei Verletzungen, zudem wurden mehrere Polizeiautos beschädigt.

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