"Robotische Tötungszone"

US-Firma baut autonome Kampfdrohne Thunder

Anduril entwickelt ein neuartiges Kipprotor-Flugzeug, das bemannte Kampfhelikopter als autonomer Begleiter unterstützen soll.
Digital  Heute
28.07.2026, 22:57
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Die Zukunft des Luftkampfs könnte bald ganz anders aussehen: Das US-amerikanische Rüstungsunternehmen Anduril arbeitet an einem Kipprotor-Flugzeug namens "Thunder", das als "autonomer Kampfhubschrauber der Klasse 5" bezeichnet wird.

Das Fluggerät soll herkömmlichen, von Soldaten besetzten Kampfhelikoptern in Bodennähe als "Loyal Wingman" beistehen. Diese Zone gilt als besonders gefährlich, da dort Loitering-Munition, Drohnen und günstige Luftverteidigungssysteme zum Einsatz kommen.

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Wie "heise online" meldet, ist "Thunder" an einem klassischen VTOL-Fluggerät (Vertical Take-Off and Landing) angelehnt. Es kann auf kleinem Raum senkrecht starten und landen. In der Luft werden die Rotoren gekippt und der Auftrieb der Tragflächen für schnellen Horizontalflug genutzt. "Das moderne Schlachtfeld ist eine robotische Tötungszone", heißt es vom Hersteller.

Hybrid-Elektroantrieb und leise Rotoren

Angetrieben wird das Kampf-VTOL von zwei Hybrid-Elektroantrieben mit Rotoren. Das Kipprotorsystem stammt aus dem zivilen Luftfahrtbereich und wurde gemeinsam mit Archer Aviation entwickelt. Eine optimierte Rotordrehzahl sorgt für eine geringe Geräuschsignatur.

Die autonomen Fähigkeiten erhält "Thunder" durch die Software Lattice, die vom Pentagon mit 20 Milliarden US-Dollar unterstützt wird. So können Formationsflüge, Missionsplanung und Luftunterstützung auch ohne GPS-Signale oder bei gestörten Kommunikationsverbindungen umgesetzt werden.

Vielseitige Bewaffnung möglich

Als Nutzlast stehen unterschiedliche Module zur Verfügung: Präzisionsmunition, Drohnenabwehr, elektronische Kampfführung und diverse Raketen. Möglich sind laut Anduril etwa zehn Luft-Boden-Raketen oder 76 70-mm-Raketen sowie zwölf Drohnenabwehrsysteme.

Das Kampf-VTOL kann in einem Standard-Seecontainer transportiert werden, was flexible Einsätze weltweit ermöglicht. Den Erstflug plant Anduril für das Jahr 2027.

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