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US-Regierung erlaubt Russen-Tanker Erreichen von Kuba

Die US-Regierung hat einem sanktionierten russischen Tanker einem Bericht der "New York Times" zufolge das Erreichen von Kuba erlaubt.
André Wilding
30.03.2026, 07:32
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Die US-Küstenwache gestatte dem mit 730.000 Barrel russischem Rohöl beladenen Frachter "Anatoli Kolodkin" die Durchfahrt, berichtete die US-Zeitung am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf einen mit den Vorgängen betrauten US-Vertreter. Die US-Küstenwache reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP.

Schwere Wirtschaftskrise

Die "Anatoli Kolodkin" befand sich am Sonntag laut der Website Marinetraffic vor der östlichen Küste von Kuba. Sie soll am Dienstag im Hafen von Matanzas im Westen Kubas einlaufen. Es wäre die erste Öllieferung an den unter einer US-Blockade leidenden kommunistisch regierten Karibikstaat seit Januar.

Kuba steckt in seiner schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Russland will dem Land nach eigenen Angaben unter die Arme greifen. Die "Anatoli Kolodkin" hatte den russischen Hafen Primorsk am 8. März in Richtung Atlantik verlassen. Ursprünglich war ihre Ankunft in Kuba am Montag erwartet worden.

Landesweite Stromausfälle

In Kuba kam es in den vergangenen Monaten wiederholt zu landesweiten Stromausfällen, die teilweise tagelang andauerten. Der öffentliche Nahverkehr in dem Inselstaat ist massiv eingeschränkt, Benzin wurde rationiert. Mehrere Fluggesellschaften fliegen die Karibikinsel wegen der dortigen Treibstoffknappheit mittlerweile nicht mehr an.

Die USA hatten nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang Januar bei einer Militärintervention Venezuelas Öllieferungen an Kuba einstellen lassen. Venezuela war bislang der wichtigste Öllieferant für Kuba. Ende Januar verschärfte US-Präsident Donald Trump den wirtschaftlichen Druck weiter. Staaten, die Erdöl an Kuba liefern, drohte er mit zusätzlichen US-Zöllen. Trump hatte zuletzt außerdem gedroht, den Karibikstaat zu "übernehmen".

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