Die US-Regierung hat eine vorübergehende Lockerung der Sanktionen gegen iranisches Öl verkündet. Öl, das bereits vor dem 20. März auf Schiffe verladen wurde, darf bis zum 19. April geliefert und verkauft werden.
US-Finanzminister Scott Bessent erklärte auf X, dass durch diese Ausnahmeregelung rund 140 Millionen Barrel Öl auf die Weltmärkte gelangen könnten. Energieminister Chris Wright zufolge könnten die Lieferungen Asien innerhalb von drei bis vier Tagen erreichen.
Laut n-tv.de unter Berufung auf AFP ist China als größter Abnehmer von iranischem Öl der Hauptprofiteur dieser Maßnahme. Allerdings werde der Iran laut Bessent Schwierigkeiten haben, auf die Einnahmen zuzugreifen.
Hintergrund der Maßnahme ist der seit Ende Februar andauernde Iran-Krieg. Die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports fließt, ist seither faktisch gesperrt. Die Blockade ließ die Energiepreise in die Höhe schnellen.
Washington will mit dem Schritt die Märkte beruhigen. Bereits in der Vorwoche hatten die USA Sanktionen gegen Russland gelockert, um mehr Öl auf den Markt zu bringen.
US-Präsident Donald Trump rief Länder, die auf Öltransporte über Wasserwege angewiesen sind, zur Unterstützung bei der Sicherung der Schifffahrt auf. Die USA betrachteten das nicht als ihre alleinige Aufgabe.