Kurz vor dem Start der Heim-WM sorgt US-Teamchef Mauricio Pochettino für Diskussionen. Der Argentinier kündigte an, die amerikanische Nationalhymne vor den Spielen nicht mitsingen zu wollen.
"Ich repräsentiere die USA durch den Sport. Dafür werde ich bezahlt", erklärte der 54-Jährige wenige Tage vor dem WM-Auftakt gegen Paraguay. Die Hymne werde er zwar respektieren, mitsingen wolle er sie aber nicht. "Ich werde alles geben, um das Land würdig zu vertreten", betonte Pochettino.
Der ehemalige Tottenham-Coach versucht gleichzeitig, politische Themen vom Team fernzuhalten. Die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko wird von zahlreichen gesellschaftlichen Debatten begleitet. Pochettino sieht seine Aufgabe jedoch klar auf dem Fußballplatz.
"Wir alle sind sensibel gegenüber Ungerechtigkeiten in der Welt. Niemand möchte Gewalt, jeder möchte, dass Menschen glücklich sind und genug zu essen haben. Aber unsere Aufgabe ist es, eine Mannschaft auf eine Weltmeisterschaft vorzubereiten", sagte der Nationaltrainer.
Der Argentinier hofft vielmehr, dass die WM Menschen zusammenbringt. "Fußball vereint Menschen unterschiedlicher Kulturen, Religionen und Hautfarben. Unsere Verantwortung ist es, zu verbinden und nicht noch mehr Hass zu erzeugen", erklärte Pochettino.
Seit September 2024 betreut der ehemalige PSG- und Tottenham-Coach die US-Auswahl. Bei der Heim-WM soll er die Amerikaner mindestens ins Achtelfinale führen. In der Gruppenphase trifft das Gastgeberland auf Paraguay, Australien und die Türkei.