Dem ÖFB ist der nächste Coup im Rennen um internationale Nachwuchstalente gelungen. Nach Paul Wanner und Carney Chukwuemeka hat sich nun auch der gebürtige Brasilianer Cauã Rirsch da Costa für Österreich entschieden. Der 15-jährige Linksverteidiger wurde erstmals für das österreichische U16-Nationalteam nominiert und könnte bereits am Mittwoch gegen Deutschland sein Debüt im ÖFB-Dress feiern.
Möglich macht das seine österreichische Abstammung. Über seine Urgroßeltern besitzt Rirsch da Costa die österreichische Staatsbürgerschaft und ist daher für die Nachwuchsteams des ÖFB spielberechtigt.
Der Teenager stammt aus dem Bundesstaat São Paulo und gilt in seiner Heimat als großes Talent. Aktuell spielt er für den Esporte Clube Meia Noite und kommt dort bereits sowohl in der U17 als auch in der U20 zum Einsatz.
Der Weg ins ÖFB-Team begann mit einer ungewöhnlichen Kontaktaufnahme. Klub-Vizepräsident Juliano Leonel machte den aktuellen Monaco-Sportdirektor Thiago Scuro auf den jungen Verteidiger aufmerksam. Scuro, der aus seiner Zeit bei Red Bull Bragantino gute Kontakte zu ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick pflegt, leitete daraufhin Videos und Informationen des Spielers weiter. Rangnick empfahl schließlich eine Beobachtung durch den ÖFB.
In Brasilien sorgte die Einberufung bereits für Schlagzeilen. Das Portal "Globo Esporte" bezeichnete den 15-Jährigen sogar als "neuen Alaba". Kein Wunder, schließlich nennt Rirsch da Costa den ÖFB-Kapitän selbst als sein großes Vorbild. "Ich werde alles daransetzen, in seine Fußstapfen zu treten. Alaba ist eine Inspiration", erklärte der junge Verteidiger.
Spielerisch bringt der Brasilianer andere Qualitäten mit. Er gilt als aggressiver Zweikämpfer mit guter Technik und hoher Beweglichkeit. Dabei profitiert er auch von seiner Vergangenheit im Futsal. "Meine größte Stärke ist mein Wille. Ich liebe Tacklings, weil sie zeigen, wie sehr ich gewinnen will", beschreibt sich das Talent selbst.
Deutsch spricht Rirsch da Costa aktuell noch nicht. Über den österreichischen Fußball ist er dennoch bestens informiert. Die Staatsbürgerschaft besitzt er seit 2025, nachdem die entsprechenden Schritte bereits Jahre zuvor eingeleitet worden waren.