Die US-Armee hat nach eigenen Angaben erneut 'Selbstverteidigungs'-Angriffe auf iranische Ziele durchgeführt und mehrere vom Iran gestartete Raketen und Drohnen abgeschossen. Ziel der Luftschläge war unter anderem eine iranische Militärstation auf der Insel Qeschm im Persischen Golf.
Laut US Central Command (Centcom) waren die Angriffe eine Reaktion auf versuchte Angriffe des Irans im Nahen Osten. Teheran wiederum erklärte, man habe US-Stützpunkte sowie Hubschrauber in einem 'regionalen Land' mit Raketen und Drohnen attackiert – als Vergeltung für US-Aktionen.
Der Iran feuerte zwei Raketen auf Kuwait und drei auf Bahrain ab. Diese wurden jedoch entweder abgefangen oder zerfielen in der Luft. Die Angriffe erfolgten, nachdem die Verhandlungen über eine Waffenruhe zuletzt ohne Ergebnis geblieben waren.
Centcom teilte mit, dass bei einem weiteren Vorfall ein unter botswanischer Flagge fahrender Öltanker, der in Richtung Iran unterwegs war, durch einen US-Hellfire-Raketenangriff außer Gefecht gesetzt wurde. Das Schiff habe zuvor wiederholte Warnungen der US-Marine ignoriert.
Insgesamt wurden laut US-Angaben seit Beginn der Seeblockade am 13. April sechs Handelsschiffe außer Betrieb gesetzt und 122 weitere umgeleitet. Die US-Seeblockade konzentriert sich vor allem auf das Gebiet der Straße von Hormus, einen für den internationalen Ölhandel zentralen Engpass.
US-Außenminister Marco Rubio erklärte vor dem Kongress, dass es kein Angebot für Sanktionslockerungen gegenüber dem Iran gebe, solange die Bedingungen nicht erfüllt seien. "Jede Erleichterung ist an die ursprünglichen Gründe für die Sanktionen gebunden – und das ist das iranische Atomprogramm", sagte er.