Ende der Militärpräsenz

USA ziehen alle Soldaten aus Syrien ab

Nach rund zehn Jahren endet die US-Militärpräsenz in Syrien. Damaskus verkündet den vollständigen Abzug aller amerikanischen Truppen.
Newsdesk Heute
16.04.2026, 20:07
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Syriens Regierung hat den vollständigen Abzug der bisher im Land stationierten US-Truppen verkündet. Die militärischen Einrichtungen seien komplett an die syrische Regierung übergeben worden, teilte das Außenministerium in Damaskus mit.

Von der US-Regierung in Washington gab es zunächst keine Bestätigung des Abzugs. Der Schritt deutete sich aber schon seit Monaten an. US-Präsident Donald Trump hatte bereits 2018 während seiner ersten Amtszeit angekündigt, dass die US-Soldaten vollständig abziehen sollten.

Wie n-tv.de unter Berufung auf die Nachrichtenagentur DPA berichtet, schwankten die Angaben zur Zahl der stationierten US-Soldaten zwischen 900 und 2000. Das US-Militär kämpfte in Syrien an der Seite kurdisch angeführter Milizen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

IS gilt seit 2019 als besiegt

Der IS gilt seit 2019 als militärisch besiegt. Das US-Militär führte mit Verbündeten Zehntausende Luftangriffe durch, um das vom IS ausgerufene "Kalifat" zu zerstören. In den vergangenen Jahren griff das Militär weiterhin IS-Anführer sowie mit dem Iran verbündete Milizen an.

Der Abzug passe zur gemeinsamen Einschätzung der USA und Syriens, dass sich die Umstände grundlegend geändert hätten, hieß es aus Damaskus. Der syrische Staat sei heute vollständig fähig, den Kampf gegen Terrorismus mit Hilfe anderer Länder zu führen.

Trump empfing al-Scharaa im Weißen Haus

Trump hatte den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa im vergangenen November im Weißen Haus empfangen. Es war der Höhepunkt einer diplomatischen Annäherung nach dem Sturz des früheren Machthabers Baschar al-Assad Ende 2024.

Anwohner im Nordosten von Damaskus beobachteten am Donnerstag einen Konvoi mit US-Militärfahrzeugen, die in Richtung Jordanien fuhren. Trotz des Abzugs aus Syrien haben die USA ihre Präsenz in der Region verstärkt – rund 50.000 Soldaten sind laut Berichten im Nahen Osten stationiert.

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