Giedo van der Garde verzichtet auf sein Startrecht beim Formel-1-Saisonauftakt in Australien. Damit ist der Cockpit-Streit aber noch nicht vorbei. Hinter den Kulissen wird nun an einer außergerichtlichen Lösung gearbeitet.
an. Formal zählt auch dazu, dass Van der Garde auf sein Startrecht in Melbourne verzichtet, und somit das Team und auch Teamchefin Monisha Kaltenborn, der Beugehaft drohte, zumindest im Laufe des Saisonauftaktes von rechtlichen Sanktionen verschont bleibt.
"Die Diskussionen in der Nacht haben eine Übereinkunft gebracht. Ich gratuliere den beiden Parteien", sagte Richter Clyde Croft vom Supreme Court in Victoria am Samstag-Vormittag. Und Van der Garde verkündete: "Aus Respekt für das Interesse am Motorsport und der Formel 1 im Speziellen, habe ich mich dazu entschieden, meine rechtmäßigen Ansprüche, an diesem Wochenende beim Melbourne Grand Prix zu fahren, aufzugeben. Die Entscheidung fiel mir als passionierter Rennfahrer sehr schwer."
Lösung bis Malaysia?
Gleichzeitig betonte der 29-Jährige, dass er weiterhin auf seinen gültigen Vertrag poche. "Ich respektiere die Interessen der FIA, von Sauber Motorsport und auch jene von Nasr und Ericsson. Mein Management wird Anfang der nächsten Woche weiter mit Sauber sprechen, um eine für beide Seiten akzeptable Lösung für die aktuelle Situation zu finden, die jetzt entstanden ist", so Van der Garde. Somit kann Sauber zumindest in Australien Ericsson und Nasr starten lassen.
Die Zeit drängt aber weiterhin, denn schon in zwei Wochen steht in Malaysia das zweite Saisonrennen auf dem Programm. Und Sauber hat weiterhin drei Piloten unter Vertrag, von denen keiner freiwillig auf sein Cockpit verzichten wird.