Mobile Komposttoiletten gehören mittlerweile zum Bild vieler Wiener Parkanlagen. Allein in Penzing stehen derzeit von März bis November 15 "öKlos" in Grünanlagen – darunter im Matznerpark, Ludwig-Zatzka-Park, Gustav-Klimt-Park oder Steinhoferpark. Jenes im Reinlpark nicht mehr – es wurde vergangene Woche angezündet und ist vollständig abgebrannt.
Zusätzlich gibt es im Bezirk auch acht stationäre öffentliche WC-Anlagen, die von der MA 48 betreut werden, wie aus einer Anfragebeantwortung von Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) aus dem November 2025 nach Anfragen der FPÖ-Bezirksräte Andrea Dunker und Bernhard Patzer hervorgeht.
Die mobilen Komposttoiletten in den Parks werden von der Firma öKlo GmbH gereinigt und kontrolliert, die Wiener Stadtgärten überprüfen ihren Zustand im Zuge regelmäßiger Parkkontrollen.
Und das lässt sich der Bezirk einiges kosten: "Für die Reinigung und Instandhaltung hat der Bezirk heuer 115.000 Euro budgetiert", heißt es auf Nachfrage aus dem Büro von Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner (SPÖ).
Auch eine Versicherung gibt es: Abgesichert sind allerdings nur Schäden, die vom Betreiber verursacht werden. Vandalismusschäden sind ausdrücklich nicht enthalten, da eine entsprechende Versicherung laut Stadt deutlich teurer wäre als der Ersatz einzelner Kabinen.
Dass das teuer werden kann, zeigt nicht nur der jüngste Brand, sondern auch die Vergangenheit: Bereits im November 2025 gab Schüchner bekannt, dass die "öKlos" im Ludwig-Zatzka-Park und im Matznerpark angezündet und komplett zerstört wurden. Sie wurden heuer dann erneut aufgestellt. Zudem kam es in den vergangenen Jahren auch an unterschiedlichen Standorten zu Vandalismus.
Vergangene Woche traf es nun das mobile WC im Reinlpark: "Immer wieder kommt es zu Vandalismus bei unseren mobilen Klos. Sie werden wie hier angezündet und damit komplett zerstört. Ich möchte klarstellen, dass es sich hier um Sachbeschädigung handelt, die Vorfälle wurden auch der Polizei gemeldet. Es ist für mich unverständlich, wie jemand so etwas machen kann!", postete die Bezirkschefin verärgert auf Facebook.
Der Bezirk nehme viel Geld für die mobilen Komposttoiletten in die Hand: "Wir bekommen immer wieder den Wunsch aus der Bevölkerung und dem Kinder-/Jugendparlament nach weiteren Standorten. Die Klos werden also auch genutzt! Wenn so ein 'öKlo' aber zerstört wird, geht das zu Lasten unseres Bezirksbudgets. Wir müssen ein neues 'öKlo' bezahlen und dieses Geld fehlt anderswo", erklärt Schüchner. Das Klo im Reinlpark soll dennoch heuer noch ersetzt und erneut aufgestellt werden – Kostenpunkt: rund 2.600 Euro.
Die mobilen "öKlos" würden vor allem Kindern und älteren Menschen es oft erst ermöglichen draußen zu sein, da sie wissen, dass es im Park auch ein Klo gibt, meint Schüchner. Die mobilen Trockentoiletten funktionieren ohne Wasser- und Kanalanschluss. Die Fäkalien werden kompostiert, wodurch im Vergleich zu herkömmlichen mobilen Toiletten weder Chemikalien noch große Wassermengen benötigt werden.