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Vanek trifft im Kampf um Stanley-Cup auf Boston

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:37

Österreichs Eishockey-Star Thomas Vanek steht mit den Montreal Canadiens vor einem der erbittertsten Duelle im nordamerikanischen Profisport. Die Canadiens treffen in der zweiten Play-off-Runde der NHL auf die Boston Bruins, Gewinner der Presidents' Trophy für das beste Team im Grunddurchgang. Ein Erfolg über den Erzrivalen würde Vanek in sein drittes Conference-Finale nach 2006 und 2007 bringen.

Österreichs Eishockey-Star Thomas Vanek steht mit den Montreal Canadiens vor einem der erbittertsten Duelle im nordamerikanischen Profisport. Die Canadiens treffen in der zweiten Play-off-Runde der NHL auf die Boston Bruins, Gewinner der Presidents' Trophy für das beste Team im Grunddurchgang. Ein Erfolg über den Erzrivalen würde Vanek in sein drittes Conference-Finale nach 2006 und 2007 bringen.

Zum 34. Mal stehen sich der NHL-Rekordmeister aus Montreal und Boston im Play-off gegenüber - ein Rekord im nordamerikanischen Profisport. Die Canadiens haben 24 der bisher 33 Serien gewonnen, in den jüngsten zwei Duellen setzten sich 2009 und 2011 aber die Bruins durch. Im heurigen Grunddurchgang gewann Montreal drei von vier Aufeinandertreffen, darunter beide im TD Garden von Boston.

Ein Spielplan des Conference-Halbfinales (NHL-Viertelfinale) steht noch nicht fest, sicher ist aber, dass sich die Fans auf heiße Partien mit viel Emotion freuen dürfen. "Viel Hass zwischen den Teams, den Fans, den Städten", fasste der bei den Gegnern verhasste Bruins-Power-Forward Milan Lucic die Rivalität zusammen.

"Du musst gute Mannschaften schlagen können"

Auch Vanek, der erst seit Anfang März für die Canadiens stürmt, weiß was auf ihn zukommt. "Ich habe in der Vergangenheit Montreal gegen Boston in den Play-offs gesehen und habe selbst auch gegen Boston gespielt. Um den ultimativen Preis zu gewinnen, musst du einige wirklich gute Mannschaften schlagen. Die Bruins sind eines dieser Teams", erklärte Vanek. "Sie wissen, wie man gewinnt. Das haben sie bewiesen, als sie vor ein paar Jahren den Stanley Cup gewonnen haben und in der vergangenen Saison ins Finale gekommen sind."

Vanek hofft, dass er gegen Boston mehr beitragen kann als in der ersten Play-off-Runde gegen Tampa Bay Lightning (4:0-Siege). Der 30-jährige Steirer, der mit Max Pacioretty und David Desharnais die erste Sturmreihe bildet, kam in den vier Spielen auf einen Treffer und zwei Assists. "Ich glaube, unsere Linie hat nicht gut gespielt. Wir müssen einen besseren Job machen, weil wir wissen, dass die Chancen limitiert sein werden. Und wenn wir Chancen bekommen, müssen wir sie verwerten", sagte Vanek.

Vanek trifft gerne gegen Boston

Er selbst kann aber auf eine gute Statistik in den Spielen gegen die Bruins verweisen. In 55 Partien für die Buffalo Sabres, New York Islanders und Canadiens gegen Boston hat Vanek 30 Tore und 32 Assists verbucht. "Ich glaube, es wird eine großartige Serie und wir müssen dafür bereit sein."

Mit einem Erfolg würde der Torjäger zum dritten Mal in ein Conference-Finale einziehen. 2006 scheiterte er mit den Buffalo Sabres an den Carolina Hurricanes (3:4), kam dabei in seiner ersten NHL-Saison nur in den ersten zwei Spielen zum Einsatz. Im Jahr darauf war wieder mit den Sabres gegen die Ottawa Senators (1:4) Endstation. Nun hofft Vanek, dass er sich mit dem Traditionsclub aus Montreal seinen großen Traum vom Stanley Cup erfüllen kann. "Das ist das größte Ziel, das ich in meiner Karriere erreichen möchte", betonte Vanek vor dem Play-off-Auftakt.

Montreal wartet seit 21 Jahren auf Stanley-Cup-Sieg

Die Bruins haben 2011 ihren sechsten Stanley Cup gewonnen und im Vorjahr das Finale gegen die Chicago Blackhawks mit 2:4 verloren. Montreal ist mit 24 Stanley Cup-Triumphen, darunter einen vor der Gründung der NHL, Rekordsieger. Seit 1993 warten die Canadiens auf den 2. Erfolg, seither hat auch kein anderer Club aus Kanada, dem Mutterland des Eishockey, die Trophäe geholt.

Der zweite Österreicher im Play-off, Michael Raffl, muss mit seinen Philadelphia Flyers einen 3:2-Rückstand in der Best-of-seven-Serie gegen die New York Rangers aufholen. Sollte dies gelingen, warten im Conference-Halbfinale die Pittsburgh Penguins. Schaffen es die Österreicher-Clubs ins Conference-Finale, käme es zu einem direkten Duell der ÖEHV-Cracks.

APA/red

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