In einer hitzigen Schlussphase warf der LASK gegen Sturm Graz noch einmal alles nach vorne und stemmte sich gegen die 1:2-Niederlage. Die Chance zum Ausgleich hätte es sogar geben können – vom Punkt, per Elfmeter.
Doch der VAR konnte die heikle Szene nicht checken, weil in Graz genau in dem Moment ein Stromausfall die Technik lahm legte. Das offenbarte ein sichtlich frustrierter Sascha Horvath im Interview nach dem Spiel.
"Der Flecki (Florian Flecker) sagt, es muss Elfer sein. Aber dann haben wir keine Bilder mehr", ärgerte sich der Mittelfeldspieler und schob dann sichtlich frustriert mit einer Portion Humor hinterher: "Ab jetzt drehen wir den Fernseher ab, wenn eine strittige Szene gegen uns passiert, und dann machen wir es auch so."
Reporter Jörg Künne wies Horvath auf den Stromausfall hin. Der erwiderte allerdings ohne Verständnis dafür: "Aber die Lichter gehen. Aha, okay."
In eine ähnliche Kerbe schlug auch Stürmer Sasa Kalajdzic ein. "Für mich ist das eine ganz klare Verhinderung einer Torchance – es müsste einen Elfmeter geben", schilderte der frustrierte Stürmer. Dass der VAR aufgrund des Stromausfalls schwarz blieb, bezeichnete er als "peinlich".
Verständnis zeigte nur Trainer Didi Kühbauer: "Was soll er tun, wenn keine Bilder da sind?” „Was soll er tun, wenn keine Bilder da sind?", so der Erfolgstrainer der Oberösterreicher. Und: Aus der Ferne wolle er selbst die Elfmeterentscheidung nicht beurteilen.
Der Stromausfall hatte nicht nur Folgen für die Spieler am Platz, sondern auch für die Zuschauer zu Hause vor den TV-Geräten. Denn neben den VAR-Problemen brach zeitgleich auch die Übertragung von "Sky" genau in der heißen Schlussphase plötzlich ab – die Bildschirme wurden für mehrere Minuten schwarz.
So sahen die Fans vor den Fernsehern weder die strittige Szene, bei der der LASK Strafstoß forderte, noch den Elfmeter auf der Gegenseite – samt dem Fehlschuss vom eingewechselten Sturm-Star Otar Kiteishvili. Einen Vorwurf kann man "Sky" für die Probleme allerdings nicht machen, der Sender hatte auf die technischen Probleme keinen Einfluss.
Kommentator Philipp Paternina wies sofort auf den Stromausfall hin. Später veröffentlichte der Sender noch dazu ein Statement: "Liebe Community, wir bedauern die Störung in der Schlussphase der Partie aufgrund eines Stromausfalls während der Live-Übertragung der ADMIRAL Bundesliga. Wir bemühen uns auch aktuell nach Spielende um die schnellstmögliche Behebung des Problems."