Medved hatte bei den Olympischen Winterspielen in Predazzo für Aufregung gesorgt. Nach einem vermeintlichen Alkohol-Eklat war der Slowene, der als Skisprungtrainer der Finnen tätig ist, von den Spielen ausgeschlossen worden. Der 44-Jährige habe gegen die Nulltoleranzvorgabe in Bezug auf Alkohol rund um die Wettkämpfe in Predazzo verstoßen.
Finnlands Verband greift derweil weiter hart durch und setzte nun darüber hinausgehende Konsequenzen. Medved wurde zumindest für die nächsten beiden Weltcupstationen der Skispringer am Kulm (Freitag bis Sonntag) und danach im finnischen Lahti suspendiert.
Medved werde jedenfalls nicht zur Mannschaft zurückkehren, bis klärende Gespräche stattgefunden haben. Lasse Moilanen übernimmt die Aufgaben des finnischen Cheftrainers vorübergehend.
"Ich habe einen Fehler gemacht. Es tut mir sehr leid. Ich möchte mich beim finnischen Team, den Athleten und auch den Fans entschuldigen", hatte sich Medved nach seinem Olympia-Ausschluss noch einsichtig gezeigt. Der 44-Jährige rechtfertigte sich, dass er Gast bei einer Goldmedaillenfeier des slowenischen Teams war, nichts zu Abend gegessen habe.
Doch genau dieser Darstellung widersprach ein Sprecher des slowenischen Verbandes nun. "Er war nicht auf der Feier der slowenischen Nationalmannschaft, als es zu diesem Konflikt kam", wurde der Sprecher in der finnischen Zeitung "Iltalehti" zitiert. Dem Bericht zufolge soll es auch weitere Alkohol-Eskapaden des 44-Jährigen bei Olympia gegeben haben. An einem Abend habe er auf der Straße so unsicher gewirkt, dass die Polizei ihn kontrolliert haben soll. Bereits letzte Saison soll der slowenische Coach nach einer Alkohol-Eskapade den Mannschaftsbus in Sapporo verpasst haben.
Ob Medved nach seiner Suspendierung für die letzten drei Weltcupstationen in Oslo, Vikersund und Planica wieder auf den Trainerturm zurückkehrt, ist unklar. Genauso, wie es um die Zukunft des Trainers über die Saison hinaus bestellt ist.