Es waren die Bilder, die den Biathlon-Massenstartbewerb bei Olympia in Antholz am Freitag überschatteten. Lokalmatador Giacomel vom italienischen Team ging nach zwei von vier Schießen als Führender in die Langlaufloipe, hatte die Goldmedaille bei seinen Heim-Spielen vor Augen, ehe er plötzlich langsamer wurde.
Der 25-Jährige hatte das Tempo der Spitzengruppe nicht mehr mitgehen können, war plötzlich ganz langsam unterwegs, zeigte beim Vorbeilaufen an einem Betreuer auf seinen Brustkorb. Er musste nur wenige Sekunden später aufgeben, übergab sich am Streckenrand.
Giacomel wurde daraufhin schnell an der Strecke erstversorgt, erste Tests hatten keine Auffälligkeiten ergeben. Mittlerweile erklärte der italienische Skiverband FISI allerdings, dass sich der 25-Jährige einem Eingriff am Herzen unterzogen hatte. Bei genaueren Untersuchungen in der Mailänder Galeazzi-Klinik war mittels elektrophysiologischer Untersuchung ein Vorhofflimmern bei Giacomel festgestellt worden.
Beim Biathlon-Star wurde deshalb eine Ablation durchgeführt, das ist ein minimalinvasiver Eingriff am Herzen, um die Herzrhythmusstörung zu beseitigen. Die Operation verlief jedenfalls erfolgreich, wie der italienische Skiverband bekannt gab.
Giacomel könne am Donnerstag das Krankenhaus verlassen, in zwei Wochen sind dann Kontrolluntersuchungen angesetzt. Danach könne der Italiener wieder mit dem Training beginnen.