Jakob Mandlbauer meldet sich nach seinem schweren Olympia-Unfall im Viererbob erstmals ausführlich zu Wort. Im ORF-Gespräch geht der Steirer mit sich hart ins Gericht.
"Ein bisschen ist der mentale und seelische Schmerz da, weil es blöd hergegangen ist. Ich bin auch sauer auf mich selbst, enttäuscht und wütend. Für die Burschen tut es mir sehr leid. Ich bin natürlich froh, dass ihnen nichts passiert ist", erzählt der 27-Jährige.
Mandlbauer kippte in Cortina in der Eisbahn mit seinem Gefährt um, schlitterte dann mit hohem Tempo die pickelharte Bahn entlang. Während seine drei Kollegen unversehrt blieben, musste der Pilot mit Bandscheibenproblemen ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Mittlerweile wurde der Athlet von Treviso nach Salzburg verlegt. Dort wurden umfassende Drucktests an Armen und Beinen sowie eine Schmerztherapie durchgeführt. Auch auf Wirbelsäulenverletzungen wurde er untersucht.
Nach dem Unfall wurden auch zusätzliche Schutzmaßnahmen diskutiert. Mandlbauer hält wenig von neuen Sicherungssystemen: "Die ganzen Ideen mit Überrollbügel und Gurtsystemen sind nicht ausgereift. Da steht das Gerät ja noch blöder für die anderen. Wenn man eine Art Vorrichtung hat, wie sollen die anderen da einsteigen? Ich glaube nicht, dass es notwendig ist. Ich glaube, man kann die Haube ein bisschen höher machen, damit man mehr geschützt ist. Man hat das gewisse Restrisiko."