Ein kurzer Kameraschwenk in den Startbereich der Abfahrt von Crans-Montana sorgte am Sonntag für reichlich Verwunderung. Die TV-Bilder zeigten DSV-Shootingstar Luis Vogt mit geschlossenen Augen – und einer elektrisch betriebenen Zahnbürste, die er verkehrt herum im Mund hielt.
Rasch begann das Rätselraten. Zuschauer, Experten und Kommentatoren fragten sich gleichermaßen, was es mit dieser ungewöhnlichen Szene auf sich hatte. Die Erklärung lieferte schließlich Ex-Ski-Ass Martina Ertl.
"Das ist eine batteriebetriebene Zahnbürste. Die Vibration dient zur Aktivierung oder Stimulation. Manche machen Zungenkreisen oder ähnliche Übungen, um das System hochzufahren – das sind diese kleinen Feinheiten", erklärte Ertl.
Im Rennen selbst brachte Vogt das ungewöhnliche Ritual allerdings keinen weiteren Schub. Nach seinem starken Auftritt in Kitzbühel, wo er mit Rang acht überrascht hatte, kam der Deutsche in Crans-Montana nicht über Platz 18 hinaus. Der Sieg ging an Franjo von Allmen.