Bei toten Mentor Kraft getankt

Vonn am Sailer-Grab: "Weiß, was er jetzt sagen würde"

Lindsey Vonn holt sich nach ihrem Sturz in Crans Montana Kraft am Grab von ihrem verstorbenen Mentor.
Sport Heute
03.02.2026, 07:27
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Rätselraten um den genauen Verletzungsgrad von Lindsey Vonn hält weiter an. Die US-Amerikanerin war am vergangenen Freitag bei der schließlich abgebrochenen Abfahrt in Crans-Montana schwer zu Sturz gekommen.

Unmittelbar danach griff sich die 41-Jährige ans Knie, Trainer Aksel Lund Svindal sprach von deutlichen Schmerzen. Vonn selbst zeigte sich jedoch kämpferisch. "Mein Olympia-Traum ist noch nicht zu Ende", schrieb sie in den sozialen Medien und kündigte an, um einen Start bei den am Freitag in Mailand und Cortina d’Ampezzo beginnenden Winterspielen kämpfen zu wollen.

Um neue Kraft zu schöpfen, suchte Vonn am Montag einen besonderen Ort auf. In Telfs besuchte sie das Grab ihres früheren Mentors Erich Sailer. "Ich weiß genau, was er jetzt sagen würde", schrieb sie auf Instagram. "Ich würde mir einfach wünschen, dass er hier wäre, um es zu sagen."

Sailer, der im Vorjahr verstorbene Ski-Pionier aus Tirol, der später nach Minnesota auswanderte, war Vonns prägendster Trainer in ihrer Kindheit. Die Ausnahmeathletin bezeichnete ihn stets als Teil ihrer Familie. Zu seinen Ehren rief die Lindsey-Vonn-Foundation das Erich-Sailer-Ski-Scholarship ins Leben, mit dem junge, hoffnungsvolle Skifahrerinnen gefördert werden.

Viel Zeit bleibt Vonn nach dem Sturz allerdings nicht. Bereits am Sonntag steht in Cortina die Olympia-Abfahrt auf dem Programm. Ob sie tatsächlich an den Start gehen kann, hängt nicht nur von ihrem Knie ab, sondern auch vom Wetter. Während die Prognose für den Renntag selbst durchaus positiv ausfällt, werden für Donnerstag und Freitag Schneefälle erwartet. Diese könnten die Trainingsläufe erschweren – und ohne Training gibt es bekanntlich kein Rennen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 03.02.2026, 07:34, 03.02.2026, 07:27
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