Gisin schockte vor knapp zwei Monaten die Skiwelt. Die Schweizer Lokalmatadorin war in St. Moritz heftig abgeflogen, hatte sich dabei schwer verletzt.
Dabei sei vor allem die Verletzung an der Halswirbelsäule, eine instabile Fraktur, gefährlich gewesen, wie Gisin nun Schweizer Medien erzählte. "Die Ärzte sagten mir, dass es wahnsinnig knapp war. Ich hätte querschnittsgelähmt sein können. Eine Lähmung auf dieser Höhe – die Vorstellung fuhr mir brutal ein", so die 32-Jährige.
Trotzdem gibt es Lichtblicke: "Alle drei Baustellen gehen sehr gut vorwärts." Damit meinte sie die Wirbelverletzung, das verletzte Handgelenk und die Verletzung des rechten Knies.
Ob sich Gisin noch einmal wettkampfmäßig eine Piste hinunterstürzen wird, das ließ die zweimalige Olympiasiegerin offen. "Ich weiß es nicht. Bis ich wieder auf Skiern bin, bleibe ich Athletin. Erst danach werde ich entscheiden. Ich habe alle Möglichkeiten, um wieder völlig gesund zu werden, dafür bin ich dankbar", sagte sie. Die Gesundheit geht vor, die Comeback-Chance ist noch nicht abzusehen.
Die Heim-WM in Crans-Montana 2027 wolle sie aber "als Motivation" sehen. Ihr Alltag besteht aktuell aus Reha, Therapien und Krafttraining. "Aber ob ich dann wirklich dabei sein werde, ist völlig offen. Ich weiß, dass mein Weg noch weit ist", so die Schweizerin. Zunächst steht im Sommer ohnehin die Hochzeit mit dem italienischen Weltcup-Läufer Luca de Aliprandini an.