Verdacht auf Mutation – Werden Maßnahmen ausgeweitet?

Eine Pflegerin betreut einen Corona-Intensivpatienten in einem Spital.
Eine Pflegerin betreut einen Corona-Intensivpatienten in einem Spital.picturedesk.com
In drei Bundesländern wurden Verdachtsfälle der neuen Corona-Mutation gemeldet. Die Behörden sind alarmiert.

Die britische Corona-Variante verbreitet sich offenbar auch in Österreich. In Tirol, Wien und dem Burgenland wurden am Dienstag Verdachtsfälle der neuen Mutation vermeldet. In der Gemeinde Jochberg in Tirol wird die Bevölkerung nun zum Test gebeten.

Explosive Verbreitung

In der "ZiB2" sprach der Molekularbiologe Andreas Bergthaler über die Gefahren der neuen Variante. In Großbritannien und Irland gehen bereits 45 Prozent der Infektionen auf die Mutation zurück. Es handle sich um eine explosive Verbreitung, die neue Variante ist um 50 Prozent infektiöser, so Bergthaler.

"In vielen Ländern in Europa werden die Infektionszahlen weiter ansteigen", meint der Virologe. Laut seinen Ansichten ist die Situation in England bereits außer Kontrolle. In anderen Ländern müsse man noch abwarten. "Wir haben noch keine flächendeckenden Befunde", betonte Bergthaler angesprochen auf die Situation in Österreich.

FFP2-Masken für bestimmte Bereiche

Er erinnerte daran, dass die Maßnahmen, die seit März gelten, auch gegen die neue Variante funktionieren. Zudem könnte man einige Regelungen noch ausweiten und für manche Bereiche etwa das Tragen einer FFP2-Maske vorschlagen.

Man müsse die Zahlen jedoch massiv reduzieren. "Je mehr Infektionen, desto größer ist die Chance, dass das Virus mutiert", so Bergthaler.

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