Eisbaden liegt im Trend, aber nicht jeder traut sich ins eiskalte Wasser. Die gute Nachricht: Auch das klassische Kneippen ist ein echtes Powerpaket für den Körper.
Die sogenannte Hydrotherapie gilt schon seit über 100 Jahren als effektiver Weg, den eigenen Körper zu stärken. Dabei braucht man weder spezielle Ausrüstung noch muss man das Haus verlassen.
Wie es bei CHIP unter Berufung auf rbb heißt, lässt sich das Kneippen ganz einfach in den Alltag integrieren. Mit vier simplen Tricks kannst du deinem Körper schon daheim etwas Gutes tun.
Das Armbad: Um morgens schnell wachzuwerden, einfach die Arme nacheinander unter kaltes Wasser halten. Bei den Fingerspitzen beginnend arbeitet man sich den Arm hoch. Maximal 30 Sekunden sollte das dauern.
Barfußgehen: Ob in der Wohnung, im Garten oder auf speziellen Barfußpfaden - dieser Klassiker bringt ein tolles sensorisches Erlebnis.
Wassertreten: Das geht auch daheim. Einfach Eimer oder Badewanne mit Wasser füllen und darin storchengleich laufen. Dabei ein Bein immer ganz aus dem Wasser ziehen und die Fußspitze nach unten zeigen lassen.
Luftbaden: Bei geöffnetem Fenster an der Luft baden erfrischt ebenfalls - idealerweise nackt, aber Vorsicht bei unmittelbarer Nachbarschaft.
Die Kneipp-Gesundheitsreferentin Tanja Drewnick erklärt: "Durch einen Kältereiz wird dem Körper Wärme entzogen, die er wieder selbst bilden muss, das löst einen Selbstheilungsprozess aus und stärkt das Immunsystem."
Wissenschaftlich ist belegt, dass Kneippen die Immunabwehr verbessert und die Anzahl der Infekte reduziert. Auch Schlafstörungen oder menopausale Beschwerden können gelindert werden.
Bei kalten Füßen ist kaltes Wasser keine gute Idee. Wichtig: Nach jedem Kneipp-Vorgang aufwärmen und direkt davor oder danach nichts essen. Wer Bluthochdruck oder Durchblutungsstörungen hat, sollte vorher einen Arzt konsultieren.