Sport

Verletzungssorgen bei Rapid und Salzburg

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:35

Nach der ersten Niederlage für Red Bull Salzburg geht es am Sonntag im Spitzenspiel der 16. Bundesliga-Runde darum, den "Ausrutscher" gegen die Admira wieder wettzumachen. Rapid könnte Michael Krammer zum Amtsantritt als neuer Präsident einen Sieg schenken und damit die Bundesliga wieder spannend machen, den Rückstand auf die "Bullen" auf sieben Punkte verkürzen. Beide Teams haben aber mit Verletzungssorgen zu kämpfen.

Nach der ersten Niederlage für Red Bull Salzburg geht es am Sonntag im Spitzenspiel der 16. Bundesliga-Runde darum, den "Ausrutscher" gegen die Admira wieder wettzumachen. Rapid könnte Michael Krammer zum Amtsantritt als neuer Präsident einen Sieg schenken und damit die Bundesliga wieder spannend machen, den Rückstand auf die "Bullen" auf sieben Punkte verkürzen. Beide Teams haben aber mit Verletzungssorgen zu kämpfen.  

"Ich hoffe, die Kiste wird richtig voll beim Auftakt für diesen vierwöchigen Kraftakt mit acht Spielen. Das ist eine Riesenherausforderung für jeden unserer jungen Spieler. Ich kann natürlich nicht versprechen, dass wir jedes Spiel gewinnen, aber die Jungs werden und wollen alles dafür tun", betonte Rapid-Sportdirektor Helmut Schulte, der bis zu seinem Abschied am Jahresende weiter auf Hochtouren arbeitet, um im Hinblick auf 2014 bei Rapid "alles in die richtige Richtung zu bringen". Neben der Verlängerung von Verträgen mit Schlüsselspielern geht es dabei auch um die Suche seines Nachfolgers.

Sabitzer und Boskovic fallen aus

Sportlich gilt die volle Konzentration des Europa-League-Teilnehmers nun dem Gipfeltreffen mit Salzburg, für das Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer wegen einer Achillessehnenverletzung fix ausfällt. Auch Branko Boskovic wird wegen einer Verhärtung in der Leistengegend wohl fehlen, ebenso wie der Gelb-gesperrte Verteidiger Harald Pichler und der nach seinem Achillessehnenriss noch im Aufbautraining befindliche Stürmer Deni Alar, der erst im Frühjahr sein Comeback für die Grün-Weißen geben wird.

"Salzburg hat irrsinnig viel individuelle Klasse, das wird eine sehr schwere Aufgabe für uns, vor der wir aber keine Angst haben. Wir wollen etwas aus diesem Spiel mitnehmen", gab Trainer Zoran Barisic am Donnerstag im Showroom von Ausrüster adidas zu Protokoll. Auch sein Torjäger Terrence Boyd, der nach dem Donnerstagtraining wie einiger seiner Kollegen eine Dopingprobe abgeben musste, blickte dem Match voller Freude und Zuversicht entgegen. "Wir verkaufen uns immer sehr gut gegen Salzburg. Wenn jemand sie schlagen kann, dann wir", bekräftigte der US-Teamspieler, der am 1. September beim 1:1 in der Mozartstadt getroffen hatte. Und auch beim bisher letzten Heimsieg über die "Bullen" am 28. Oktober 2012 war Boyd der Schütze des 2:0-Endstandes.

Rapidler mit Selbstvertrauen gegen "Bullen" 

"Wenn jemand sie schlagen kann, dann wir - das haben wir wieder vor", betonte Rapid-Torjäger Terrence Boyd voller Selbstbewusstsein. "Wir sind eine wilde Bande, die unbekümmert spielt, und haben nichts zu verlieren. Wir werden uns den Arsch aufreißen", versprach der US-Teamstürmer. Sein Sportdirektor Helmut Schulte meinte, dass man "gegen Salzburg nur gewinnen" könne. "Das ist der Verein, der wirtschaftlich Riesenmöglichkeiten hat."

Rapid-Trainer Zoran Barisic bemerkte, dass beim 3:1-Erfolg der Admira im Heimspiel gegen Salzburg "einiges Glück dabei" gewesen sei. "Wir wollen es der Admira natürlich nachmachen, aber es wird schwer werden und ein ganz anderes Spiel. Salzburg ist überall stark, hat sich sehr gut weiterentwickelt und spielt in einer eigenen Liga. Auch international ist diese Mannschaft auf einem richtig guten Weg", lobte Barisic die Arbeit von "Bullen"-Coach Roger Schmidt. "Wir müssen schauen, dass wir unser spiel aufziehen", fordert Boyd. 

Salzburg will den Ausrutscher dgegen die Admira wieder wettmachen

Die "Bullen" wollen zeigen, dass das 1:3 gegen das Schlusslicht, die erste Niederlage nach 33 Liga-Partien, nur ein Ausrutscher war. "Wir werden volles Rohr nach vorne spielen und attackieren ohne Ende", versprach Salzburgs Trainer Roger Schmidt. Die Pleite gegen die Admira sei natürlich aufgearbeitet worden, allerdings habe man sich auch nicht allzu lange damit beschäftigt. "Es war keine Topleistung von uns, die aber trotzdem reichen hätte können oder müssen. Die Admira hat einfach die Gunst der Stunde gepackt, das muss man akzeptieren. Für mich war die Partie schon zwei Minuten nach Schlusspfiff abgehakt", sagte der Deutsche rückblickend.

Im aller Voraussicht nach ausverkauften Hanappi-Stadion wartet auf die Mozartstädter jedenfalls ein hartes Stück Arbeit. "Es ist nie einfach bei Rapid zu spielen, das ist sicher eine der schwierigsten Aufgaben in der Meisterschaft", war sich Schmidt bewusst. Zumal die Hütteldorfer gut in Fahrt gekommen sind, zuletzt fünfmal keine Niederlage mehr kassierten. "Rapid hat sich sukzessive weiterentwickelt. Sie versuchen auch dominant zu agieren, haben gefährliche Spieler vorne und ein gutes Umschaltspiel", lobte Salzburgs Trainer den Gegner.

Salzburger sind Favorit - auch ohne Kampl und Mané

Von der Papierform gehen die Salzburger als Favorit in das Topspiel gegen den nach 15 Spielen schon zehn Punkte zurückliegenden härtesten Verfolger. Sie haben allerdings auch Personalprobleme. Isaac Vorsah, Stefan Hierländer, Rodnei und vor allem Topstürmer Jonatan Soriano fallen fix aus, zudem ist auch der Einsatz der beiden Offensivstützen Sadio Mane und Kevin Kampl mehr als fraglich. Mane zog sich im Freitagstraining eine Knöchelverletzung unbestimmten Grades zu, Kampl, der zuletzt auch Sprunggelenksprobleme hatte, warf diese Woche eine Zahnoperation zurück. "Es ist eher unwahrscheinlich, dass er am Sonntag zur Verfügung steht", meinte Schmidt.

Salzburgs Trainer wird die beiden Spieler auch sicher nicht um jeden Preis einsetzen, ist das Rapid-Spiel doch nur der Auftakt für ein intensives Saisonfinish, das natürlich auch den Hütteldorfern im gleichen Ausmaß noch bevorsteht. "Wir wollen die letzten acht Spiele jetzt auf einem hohen Niveau weiterführen, dann haben wir ein super Jahr gehabt", sprach Schmidt Klartext.

Mögliche Aufstellungen: 

Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Dibon, Schrammel - Petsos, Behrendt - S. Hofmann, Schaub, Burgstaller - Boyd

Ersatz: Radlinger - M. Hofmann, Palla, Wydra, Starkl, Pavelic, Schimpelsberger

Fraglich: Boskovic (Verhärtung in der Leistengegend)

Es fehlen: Pichler (gesperrt), Sabitzer (Achillessehnenverletzung), Alar (im Aufbautraining)

Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Ramalho, Hinteregger, Ulmer - C. Leitgeb, Ilsanker - Meilinger, Berisha, Svento - Alan

Ersatz: Walke - Klein, Schiemer, Teigl, Reyna, Nielsen, Lazaro

Fraglich: Kampl, Mane (beide angeschlagen)

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