Es ist eine der spektakulärsten Wendungen in einem jahrzehntealten Vermisstenfall: Eine Frau aus dem US-Bundesstaat Arizona, die seit 1994 als verschwunden galt, ist lebend aufgefunden worden.
Am 19. Mai 1994 verließ die damals 13-Jährige zu Fuß ihr Elternhaus in der kleinen Gemeinde Star Valley. Sie wollte zu einem Stall, um sich um ihr Pferd zu kümmern. Danach wurde sie nie wieder gesehen.
Wie n-tv.de berichtet, leiteten die Behörden damals "umfangreiche Suchmaßnahmen" ein. Vermisstenplakate wurden im ganzen Land verteilt, ihr Name wurde in nationalen Datenbanken für vermisste Kinder eingetragen. Doch das Mädchen blieb verschwunden.
Eine sogenannte Cold-Case-Unit für lange ungeklärte Fälle untersuchte den Fall mit modernen Ermittlungsmethoden neu. In dieser Woche entdeckten sie eine 44-jährige Frau – und stellten fest: Es ist die seit über 30 Jahren Vermisste.
Die Polizei war nach eigenen Angaben "fassungslos". Es stellte sich heraus: Die damals 13-Jährige war offenbar weggelaufen und hatte all die Jahre unter anderem Namen gelebt. Mittlerweile hat sie sogar eine eigene Familie gegründet.
Aus Respekt vor ihrer Privatsphäre und ihrem Wohlbefinden will die Polizei keine weiteren Details zum Fundort oder den genauen Umständen des Verschwindens bekannt geben. Ihr Status als vermisste Person wurde offiziell geklärt, ihr Eintrag aus der Datenbank entfernt.