Eine wilde E-Scooter-Ausfahrt auf der Wiener Donauinsel hat am Samstag einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Gegen 16 Uhr wurde eine Streife zum Bereich Wehr 1 gerufen, nachdem rund 30 rücksichtslos fahrende E-Scooter-Lenker gemeldet worden waren.
Vor Ort trafen die Beamten auf eine größere Gruppe von 40 bis 50 Jugendlichen, teilweise vermummt und auf E-Scootern unterwegs. Als die Polizei eintraf, ergriffen mehrere Personen die Flucht. Sechs Jugendliche konnten angehalten werden.
Wie die Jugendlichen angaben, war die gemeinsame Fahrt über soziale Medien organisiert worden. Ziel der Ausfahrt soll die Lobau gewesen sein.
Bei den Kontrollen hagelte es Anzeigen. Mehrere Lenker wurden nach dem Kraftfahrgesetz angezeigt, unter anderem wegen fehlender Zulassung ihrer Fahrzeuge. Zusätzlich erstatteten die Beamten drei Anzeigen nach der Straßenverkehrsordnung, etwa wegen Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, mangelhafter Ausrüstung und Entziehung der Anhaltung. Außerdem wurden zahlreiche Identitäten festgestellt.
Die Wiener Polizei reagierte auf den Vorfall mit verstärkten Kontrollen. Bereits am Samstag wurde vom Stadtpolizeikommando Donaustadt ein eigener Streifenauftrag für die Donauinsel angeordnet. Dabei kam es erneut zu mehreren Amtshandlungen rund um E-Scooter.
Zwei Unfälle wurden aufgenommen. Ein E-Scooter-Lenker musste nach einem Zusammenstoß mit einem Auto verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Zusätzlich wurden weitere Anzeigen ausgestellt und ein Organmandat verhängt.
Die Wiener Polizei betont, dass rücksichtsloses Verhalten mit E-Scootern konsequent bestraft werde.