Verstappen landete im ersten Freien Training vor dem Grand Prix von Australien auf dem fünften Rang, beendete die zweite Trainingssession im Albert Park von Melbourne dann auf Rang sechs, jeweils gut eine halbe Sekunde hinter der Bestzeit. Unmittelbar davor erlebte der Vierfach-Weltmeister eine Schrecksekunde gegen Ende des zweiten Freien Trainings.
Am Ausgang der Kurve zehn erlebte Verstappen einen Snap Oversteer, also ein plötzliches Ausbrechen der Hinterachse. Der Sieger von 71 Formel-1-Rennen fing seinen RB22 wieder ein, rumpelte damit aber über das Kiesbett. Und beschädigte sich den Unterboden, deutlich erkennbar an den Carbonteilen, die durch die Luft flogen.
"Das wird uns beschäftigen", meinte Red Bulls Chefingenieur Paul Monaghan nach dem Training. "Man kann es reparieren, es ist nichts Dramatisches, aber es war schon ein Schlag, das werden wir wieder hinbiegen", so der Red-Bull-Mann. Ersatzteile dürften also ausreichend vorhanden sein, der Unterboden kann repariert werden. Trotzdem sind die Mechaniker der Bullen gleich voll gefordert.
"Im zweiten Training sind ein paar Probleme aufgetreten. Wir arbeiten daran, dass wir das Setup richtig hinbekommen, wir hatten ein bisschen Probleme mit dem Grip", sagte der Vierfach-Weltmeister. "Wir hatten keinen sauberen Tag, aber von der Pace her sind wir dort, wo wir es erwartet haben. Aber da gibt es noch ganz viel Arbeit, wir werden es analysieren und schauen, dass wir uns bis morgen verbessern. Das ist im Moment unsere Realität", erklärte Verstappen.