Bottas ist zurück in der Formel 1. Der finnische Kult-Fahrer ergatterte ein Cockpit des Neueinsteigers Cadillac, bildet gemeinsam mit dem einstigen Red-Bull-Star Sergio Perez die Fahrerpaarung des US-Teams.
Dabei drohte Bottas eigentlich Ungemach. Denn der 35-Jährige hatte aus seinem bisher letzten Rennen in der Formel 1, dem Grand Prix von Abu Dhabi 2024, das er für Sauber bestritt, eine nicht getilgte Startplatzstrafe offen. Für eine Kollision mit Kevin Magnussen war Bottas die Schuld gegeben worden, er erhielt eine Sekundenstrafe. Da der Finne damals ausgeschieden war, konnte er diese nicht absitzen, sie wurde in eine Startplatzstrafe umgewandelt.
Eigentlich wäre die Strafe nun im Großen Preis von Australien am Sonntag schlagend geworden, hätte Bottas in der Startaufstellung um fünf Plätze zurück gereiht werden sollen – dem Formel-1-Neueinsteiger hätte ohnehin nur ein Platz in der letzten oder vorletzten Reihe geblüht.
Nun kam aber alles anders. Denn von einer Strafversetzung des Finnen ist plötzlich keine Rede mehr. Eine kurzfristige Regeländerung des Motorsport-Weltverbandes FIA macht es möglich. Das neue sportliche Reglement sieht nun vor, dass Startplatzstrafen nicht länger als zwölf Monate ihre Gültigkeit haben. Dadurch, dass Bottas die Saison 2025 als Ersatzfahrer bei Mercedes verbrachte und keinen Rennstart verbuchte, ist seine Pause nun deutlich länger als die zwölf Monate.
"Die Sache ist wegen der neuen Regel vom Tisch, keine Startplatzstrafe", erzählte Bottas sichtlich gut gelaunt vor dem Start ins Melbourne-Wochenende. Dass die Regel der FIA künftig Anwendung finden wird, war schon länger bekannt. Nun entschied sich der Motorsport-Weltverband aber dazu, den Passus auch rückwirkend anzuwenden – zur Freude des Finnen.
Cadillac wird aber ohnehin keine großen Sprünge machen können. Der US-Rennstall gilt als Neueinsteiger als das klar langsamste Team der Rennserie, wird sich mit Sorgenkind Aston Martin um die vorletzte Startreihe duellieren.