Blamage beim Auftakt

"Gefahr von Nervenschäden" – Alarm bei F1-Team

Peinlicher Auftakt für Aston Martin: Beim Saisonstart der Formel 1 kann der Rennstall nicht über die volle Distanz an den Start gehen.
Sport Heute
05.03.2026, 10:53
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Für das Formel-1-Team Aston Martin verläuft der Saisonauftakt alles andere als nach Plan. Beim Grand Prix von Australien müssen Fernando Alonso und Lance Stroll ihre Einsätze stark begrenzen aus Sorge vor möglichen Nervenschäden durch massive Vibrationen im neuen Boliden.

Teamchef Adrian Newey erklärte in Melbourne, dass die Probleme von der neuen Honda-Antriebseinheit ausgehen. Die starken Schwingungen würden sich über das Chassis bis zum Lenkrad übertragen. "Die Vibrationen sorgen für Zuverlässigkeitsprobleme – Spiegel fallen ab, Rücklichter lösen sich. Das größere Problem ist aber, dass sie sich auf die Hände der Fahrer übertragen", so Newey.

Um gesundheitliche Risiken zu vermeiden, will das Team die Einsatzzeit der Fahrer deutlich reduzieren. Alonso geht davon aus, dass er nicht mehr als etwa 25 Runden am Stück fahren kann, ohne eine mögliche Nervenschädigung in den Händen zu riskieren. Bei Stroll liegt diese Grenze laut Einschätzung sogar bei rund 15 Runden.

Aston Martin will daher die Rennstrategie anpassen und die Belastung für beide Piloten möglichst gering halten, bis die Ursache der Vibrationen endgültig behoben ist.

Trotz der Schwierigkeiten zeigt sich Alonso zuversichtlich, dass Honda das Problem bald lösen wird. "Ich habe volles Vertrauen, dass sie das in den Griff bekommen. Das haben sie in der Vergangenheit schon bewiesen", sagte der zweifache Weltmeister. Gleichzeitig betonte er kämpferisch: "Wenn wir um den Sieg kämpfen würden, würden wir auch drei Stunden im Auto aushalten."

Besonders bitter ist der holprige Start, weil mit Adrian Newey erst Ende 2024 einer der erfolgreichsten Designer der Formel-1-Geschichte zu Aston Martin gewechselt war. Der Brite hatte zuvor bei Williams, McLaren und Red Bull zahlreiche Weltmeisterautos konstruiert.

Nun wartet auf den 67-Jährigen eine neue Herausforderung: Schon bei den Testfahrten in Bahrain hatten die starken Vibrationen technische Probleme verursacht und sogar Bauteile beschädigt. Zwar hat das Team für Melbourne eine Übergangslösung entwickelt, doch die eigentliche Ursache liegt laut Newey weiterhin im Zusammenspiel von Motor und Chassis.

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