Schreckmoment beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring! Formel-1-Superstar Max Verstappen ist auf der berüchtigten Nordschleife nur knapp einem heftigen Unfall entgangen. Der Niederländer bekam mit seinem Mercedes-AMG GT3 auf der gefürchteten Sprungkuppe am Pflanzgarten 2 plötzlich Unterluft.
Verstappen teilt sich den mehr als 500 PS starken Winward-Mercedes gemeinsam mit dem Österreicher Lucas Auer, Jules Gounon und Daniel Juncadella. Im Windschatten des Konrad-Lamborghini von Christian Engelhart wurde der AMG bei voller Fahrt instabil. Das Auto sprang über die Kuppe, verlor kurzzeitig massiv an Bodenhaftung und driftete bedrohlich Richtung Leitplanke. Verstappen konnte den GT3-Boliden im letzten Moment noch abfangen.
Der Vorfall sorgte sofort für Aufregung im Fahrerlager. Die Stelle am Pflanzgarten 2 gilt seit Jahren als besonders heikel, weil GT3-Autos dort immer wieder zum Abheben neigen. Vor allem die Mercedes-AMG-Modelle sind auf der Nordschleife für ihre sensible Aerodynamik an dieser Passage bekannt.
Seit dem tödlichen Unfall von 2015 ist das Thema auf dem Nürburgring besonders sensibel. Damals war der Brite Jann Mardenborough beim VLN-Auftaktrennen im Bereich "Flugplatz" mit seinem Nissan GT3 abgehoben, über die Streckenbegrenzung geflogen und in einen Zuschauerbereich gekracht. Ein niederländischer Zuschauer kam dabei ums Leben, zwei weitere Personen wurden verletzt. Das Rennen wurde sofort abgebrochen.
Für Verstappen ist das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring trotzdem ein besonderes Abenteuer. Der viermalige Formel-1-Weltmeister erlebt die legendäre "Grüne Hölle" erstmals im Renneinsatz. Besonders die Nachtfahrten haben es ihm angetan: "Das wird wohl das beste Gefühl sein. Dann ist man völlig auf sich allein gestellt und pusht in der Dunkelheit", sagte der Niederländer vor dem Rennen.