Jenson Button hat offen über die mentale Belastung in der Formel 1 gesprochen. Im Podcast "Beyond The Grid" erklärte der Weltmeister von 2009, wie schwierig es für Fahrer sei, ständig mit Niederlagen umgehen zu müssen.
"Ich habe in meiner Karriere über 300 Formel-1-Rennen bestritten und nur 15 davon gewonnen. Das bedeutet, dass ich die meisten Rennen verloren habe", schilderte der Brite. Gerade im Vergleich zum Kartsport sei das eine enorme Umstellung. Dort seien viele spätere Topfahrer wie Max Verstappen, Charles Leclerc oder Lewis Hamilton an regelmäßige Siege gewöhnt gewesen.
Button betonte, wie wichtig in schwierigen Phasen die Unterstützung seines damaligen Teamchefs Ross Brawn gewesen sei. Dessen ruhige Art habe ihm besonders an schlechten Tagen geholfen. Gleichzeitig erklärte der Ex-Pilot, dass am Ende jeder Fahrer selbst lernen müsse, mit Druck und Rückschlägen umzugehen.
Seine eigene Karriere sei dafür ein gutes Beispiel gewesen. 2009 gewann Button sechs der ersten sieben Saisonrennen und steuerte scheinbar souverän auf den WM-Titel zu. In der zweiten Saisonhälfte geriet er jedoch immer stärker unter Druck und musste sich ständig Kritik und Zweifel stellen.
Trotzdem holte sich der Brite am Ende den Weltmeistertitel heute gilt seine Saison als eines der bekanntesten Beispiele dafür, wie groß die psychische Belastung in der Formel 1 sein kann. Im Podcast erinnerte sich Button außerdem an ein Gespräch mit Tennis-Legende Roger Federer. Dieser habe ihm erklärt, dass selbst die erfolgreichsten Sportler häufiger verlieren als gewinnen würden. Genau das mache Spitzensport mental so herausfordernd.
Auch Lewis Hamilton sei dafür ein Beispiel, meinte Button. Trotz seiner sieben WM-Titel habe selbst der Rekordweltmeister in seiner Karriere mehr Rennen verloren als gewonnen.