Stein hat Visier durchschlagen

"Pech" – Marko spricht über den Verlust seines Auges

Motorsport-Legende Helmut Marko spricht über den Unfall im Jahr 1972, wo er sein linkes Auge verloren hat.
Sport Heute
16.05.2026, 11:37
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Ein Stein veränderte Helmut Markos Leben für immer! Der heutige Red-Bull-Berater stand 1972 kurz vor dem großen Durchbruch in der Formel 1, ehe ein schwerer Unfall seine Karriere abrupt beendete.

Nach starken Leistungen für BRM darunter ein achter Platz beim Grand Prix von Monaco soll sogar Ferrari Interesse am Österreicher gezeigt haben. Doch beim Rennen in Clermont-Ferrand nahm seine Laufbahn eine dramatische Wendung: Ein aufgewirbelter Stein durchschlug das Visier seines Helms und traf Marko schwer am linken Auge.

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"Ich lag drei oder vier Wochen im Krankenhaus. Das Auge wurde mit drei Nähten zusammengehalten", erinnerte sich Marko im Gespräch mit der "Zeit". Jeder Lidschlag habe damals Schmerzen verursacht.

Schon bald wurde dem Grazer klar, dass eine Rückkehr in den Rennsport unmöglich sein würde. Marko verlor sein linkes Auge und erhielt später eine Glasprothese. Damit war seine Karriere als Formel-1-Pilot endgültig beendet. Trotzdem blickt der 82-Jährige heute erstaunlich nüchtern auf die Ereignisse zurück. "Ich dachte einfach: Das war Pech. Aber ich war am Leben", erklärte Marko.

Verliert die Formel 1 ihre Identität?

Die Gefahr gehörte in der Formel 1 der 1970er-Jahre zum Alltag. Immer wieder kamen Fahrer bei Unfällen ums Leben. Auch Markos enger Freund Jochen Rindt war nur zwei Jahre zuvor tödlich verunglückt.

Doch Zweifel habe es damals kaum gegeben, schilderte der Österreicher. "So haben wir nicht gedacht", sagte Marko rückblickend. Die Fahrer hätten sich eingeredet, alles unter Kontrolle zu haben trotz der enormen Risiken.

Besonders eindrücklich erinnerte sich der ehemalige Rennfahrer an den Nürburgring: "Ich habe morgens oft mein Zimmer aufgeräumt, damit alles ordentlich ist, falls ich am Abend nicht mehr zurückkomme."

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