Vierfach-Weltmeister Max Verstappen ist für seine klaren Worte bekannt. Vor dem Grand Prix von Belgien schlug der Red-Bull-Star aber ungewohnt versöhnliche Töne an – nachdem er monatelang gegen das neue Formel-1-Reglement gewettert hatte.
"Ich will nicht hier sitzen und mich schon wieder beschweren, denn sonst knallt mich draußen vor der Tür wahrscheinlich noch jemand ab", sagte der Niederländer mit einem Augenzwinkern.
Seit dieser Saison gilt in der Formel 1 ein neues Motorenreglement, das ein deutlich stärkeres Energie-Management erfordert. Vor allem auf Strecken mit langen Geraden und schnellen Kurven wie Spa-Francorchamps können die Boliden deshalb nicht mehr durchgehend mit Vollgas fahren.
Stattdessen müssen die Fahrer ihre Energie über die Runde clever einteilen – ein Konzept, das Verstappen schon mehrfach heftig kritisiert hatte.
Nach der Qualifikation zeigte sich der Red-Bull-Pilot allerdings deutlich gelassener. Zwar gefällt ihm das neue System nach wie vor nicht, doch er will das Beste daraus machen.
"Ich stelle mich mental darauf ein und versuche, das Beste daraus zu machen - auch wenn es natürlich nicht das ist, was ich an der Formel 1 eigentlich liebe", sagte Verstappen und ergänzte: "Ich könnte auch einfach zu Hause sitzen und gar nicht fahren, das bringt mich ja auch nicht weiter. Also gebe ich einfach mein Bestes."
Verstappen geht heute vom zweiten Startplatz ins Rennen. Poleposition eroberte Kimi Antonelli im Mercedes.